Rendertests mit über 27 Stunden
Wenn von Multicore-CPUs wie dem 5960X die Rede ist, fällt vielen Anwendern als Paradedisziplin der Videoschnitt ein - das ist aber nicht unbedingt die Programmkategorie, bei denen die Vielkerner ihren Vorteil voll ausspielen können. Noch besser ist 3D-Animation geeignet.
Um zu zeigen, wie sich mehr Kerne in der Praxis der Mediengestaltung auswirken, berechnen wir daher mit Cinema4D R15 ein echtes Projekt. Es wurde uns von dem freischaffenden Fotografen und Filmer Andreas Brauner zur Verfügung gestellt. Anders als beim Cinebench R15 werden damit die Einzelbilder eines 30-Sekunden-Films mit 25 fps berechnet. Dabei entstehen pro Sekunde aber nicht 25 Bilder, sondern 250.
Für die Weiterverarbeitung werden nämlich neben den Bildern der Objekte auch Beleuchtung und Effekte in einzelnen TIFF-Dateien gespeichert, die später in einem Compositing-Programm in Ebenen zusammengefügt werden. Dadurch muss etwa für eine Abdunklung einer einzelnen Szene nicht der gesamte Film neu gerendert werden. Der Rechenaufwand für die Bilder ist enorm: Auf einem Core i7-4770K braucht die Erstellung von 30 Sekunden Animation über 27,5 Stunden Renderzeit.
Da Cinema4D mehr Kerne stets nutzt, sinkt dieser Zeitaufwand mit dem 4960X und erst recht dem 5960X deutlich. Mit Ivy Bridge-E und sechs Cores sind nur noch 20 Stunden und 23 Minuten nötig, was den Arbeitsablauf bei der Produktion entscheidend beeinflussen kann: Das Rendering kann am Abend eines Arbeitstages gestartet werden und ist am Nachmittag des nächsten Tages fertig. Dann können noch Anpassungen vorgenommen werden, und wiederum einen Tag später liegt das hoffentlich korrekte Ergebnis vor. Mit 27,5 Stunden verschieben sich die Arbeiten, sofern nicht Nachtschichten eingelegt werden, immer um einen Tag mehr.
Mit dem 5960X ist der Film bereits nach 14 Stunden und 40 Minuten fertig, was noch mehr Spielraum für Überarbeitungen erlaubt, weil nicht einmal mehr einen Arbeitstag, inklusive der Nacht, gewartet werden muss. Wer das Rendering um 19 Uhr startet, kann am nächsten Morgen um 10 Uhr das Ergebnis überprüfen, und beispielsweise nach einer Konferenz mit Mitarbeitern schon mittags einen neuen Durchlauf starten.
Alle Plattformen, sowohl mit 4770K wie 4960X und 5960X liefen bei unseren Rendertests trotz 16 GByte Speicher mit je vier Modulen auch bei mehreren Durchläufen vollkommen stabil. Dass für tagelanges Rechnen also unbedingt ECC-Speicher nötig ist, scheint zumindest für Cinema4D nicht zuzutreffen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Medienbearbeitung und Kompression | Leistungsaufnahme mit deutlich höherer Effizienz |










"Stromsparend" in Form von Zahlen wäre aussagekräftiger... und? Wen jucken die...
Definiere doch mal "mehr als genug Leistung". Wenn der CPU 100 % Auslastung anzeigt und...
Wie soll ich es ausdruecken: Wir brauchen AMD in diesem Segment hier eigentlich gar...
Oh man :D Was ich damit sagen will *tieflufthol*: "DDR4 hat durch die neue Organisation...