• IT-Karriere:
  • Services:

Intel Compute Stick im Test: Unter Linux nur mit gemächlicher Geschwindigkeit

Die geplante Linux-Version von Intels Compute Stick hat deutlich weniger eMMC- und Arbeitsspeicher als ihr Windows-Pendant. Wir haben deshalb ausprobiert, auf dem besseren Windows-Stick Linux zu installieren - und geprüft, ob es sich überhaupt lohnt.

Artikel von veröffentlicht am
Auf Intels Compute Stick lässt sich Linux nicht problemlos installieren.
Auf Intels Compute Stick lässt sich Linux nicht problemlos installieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im Lauf des Jahres will Intel eine Version des Compute Sticks mit vorinstalliertem Ubuntu 14.04 bereitstellen. Allerdings wird die Fassung mit lediglich 1 GByte Arbeitsspeicher und 8 GByte eMMC-Speicher ausgeliefert. Das ist selbst für ein genügsames Linux zu wenig. Deshalb wäre es sinnvoller, etwas mehr Geld zu investieren und die Windows-Variante zu kaufen, um dort nachträglich Linux zu installieren. Wir haben ausprobiert, ob sich der Aufwand lohnt.

Inhalt:
  1. Intel Compute Stick im Test: Unter Linux nur mit gemächlicher Geschwindigkeit
  2. Installation nur mit viel Gefummel
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Die Hardware von Intels Compute Stick bringt für Linux-Nutzer erhebliche Probleme. Zum einen gibt es lediglich eine 32-Bit-Version des UEFI-Bios und einen 64-Bit-Bootloader, der später für Ubuntu 14.04 gedacht ist. Damit lässt sich zwar eine 64-Bit-Version von Ubuntu installieren, allerdings gibt es Schwierigkeiten, wenn man Linux parallel zu Windows installieren will. Windows lässt sich erst wieder starten, wenn eine 32-Bit-Version des UEFI-Bios nachinstalliert wurde, was aber unter Ubuntu zumindest möglich ist. Außerdem gibt es Probleme mit dem Audio unter Ubuntu 14.04. Der Entwickler Ian Morrison hat dafür einen Patch bereitgestellt, der den Fehler behebt.

WLAN-Treiber noch unter Verschluss

Darüber hinaus gibt es, wie bei neuen Geräten leider nicht unüblich, keinen Treiber für das integrierte WLAN-Modul. Zu allem Überfluss gibt Realtek den Quellcode des Treibers gegenwärtig nur auf Anfrage heraus. Wir haben zusätzlich die aktuelle Version 15.04 von Ubuntu ausprobiert. Auch hier gibt es noch keinen passenden WLAN-Treiber. Morrison hat sich den Quellcode besorgt und in ein Ubuntu 14.10 integriert. Denn im Gegensatz zu Ubuntu 14.04 enthält die aktuellere Variante auch den benötigten Grafiktreiber, der mit dem SoC in Intels Compute Stick funktioniert.

Einige Überlegungen zu den Installationsmöglichkeiten: Eine parallele Installation von Ubuntu und Windows ist zwar möglich, aber wenig sinnvoll. Zum einen belegt die Recovery-Partition von Windows bereits etwa 6 GByte Speicher. Somit bleiben noch 23 GByte für das installierte Windows 8.1 Bing. Für Ubuntu werden mindestens 6 GByte benötigt. Teilt man die bestehende Partition in genau zwei Teile, bleiben weniger als 12 GByte für das jeweilige Betriebssystem, das ist für beide auf Dauer zu wenig. Deshalb ist eine parallele Installation nur dann sinnvoll, wenn man beispielsweise den Compute Stick lediglich fürs Surfen oder Streamen verwenden will.

Die Qual der Wahl bei der Installationsart

Stellenmarkt
  1. dSPACE GmbH, Wolfsburg
  2. Elite Consulting Network Group über Elite Consulting Personal & Management Solutions GmbH, Essen

Bleiben noch die Möglichkeiten, Ubuntu auf einer Micro-SD-Karte zu installieren oder Windows durch Ubuntu komplett zu ersetzen. Die Installation auf einer Micro-SD-Karte ist dann sinnvoll, wenn man Windows unbedingt behalten will. Der Vorteil: Für Windows bleibt der gesamte Speicherplatz auf dem Stick und für Linux kann eine Micro-SD-Karte mit entsprechendem Speicherplatz gewählt werden. Hier sollten es mindestens 16 GByte sein. Es gibt aber auch einen Nachteil: Die Lese-, aber vor allem die Schreibzugriffe auf eine Micro-SD-Karte sind deutlich langsamer als auf den im Compute Stick integrierten eMMC-Speicher. Angesichts der etwas eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten von Windows muss das jeder für sich entscheiden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Installation nur mit viel Gefummel 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

Cöcönut 24. Jul 2015

Meinen Dank!

ms (Golem.de) 24. Jul 2015

Woher ist denn der Stick? Intel samplet ihn zumindest (noch) nicht an die Presse.

corpid 22. Jul 2015

Da ist die scheu wohl der Arbeitsaufwand beim Verkäufer. Ein bekannter mit eigenem PC...

Bosancero 22. Jul 2015

Damn small Linux braucht keine 20 MB RAM :D

gaelic 22. Jul 2015

Gerade der 1er läuft extrem schlecht mit Kodi. Menüs ruckeln und auch zahlreiche Videos...


Folgen Sie uns
       


Star Wars Jedi Fallen Order angespielt

In Star Wars Jedi Fallen Order kämpft der Spieler als junger Jedi-Ritter gegen das schier übermächtige Imperium.

Star Wars Jedi Fallen Order angespielt Video aufrufen
Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
Interview
"Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
Ein Interview von Peter Steinlechner

  1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
  2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
Radeon RX 5500 (4GB) im Test
AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
  2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
  3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

    •  /