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Intel Coffee Lake: Von Boost-Betteln und Turbo-Tricks

Mit Coffee Lake verrät Intel nur noch einen Teil der CPU-Frequenzen, derweil implementieren die Mainboard-Hersteller von Haus aus zu hohe Taktraten. Das führt zu Irritationen, da Geschwindigkeit und Leistungsaufnahme kaum einschätzbar sind. Im schlimmsten Fall wird das System instabil.

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Coffee Lake alias 8th Gen
Coffee Lake alias 8th Gen (Bild: Intel)

Egal ob Käufer oder Tester: Wer Intels neue Prozessoren, die 8th Gen alias Coffee Lake, verwendet, muss genau hinschauen. Ansonsten läuft der Chip schneller als vom Hersteller vorgesehen - das kann von Vorteil sein, bringt aber auch Nachteile mit sich. Das Problem liegt in erster Linie bei Intel, da wichtige technische Spezifikationen nicht mehr öffentlich kommuniziert und die Mainboard-Partner nicht restriktiv genug behandelt werden. Auch auf Nachfrage wollte Intel keine Boost-Taktraten bekannt geben.

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Jeder Prozessor, etwa der von uns getestete Core i7-8700K, hat seitens Intel festgelegte Taktraten abhängig davon, wie viele Kerne in Benutzung sind. Seit der 8th Gen hat der Hersteller aber beschlossen, nur noch die Basisfrequenz und den maximalen Turbo auf einem Kern zu nennen. Auch die Taktrate des L3-Caches und des Ringbusses verschweigt Intel. Wer als Tester die Frequenzen nicht per Tool ausliest und mit Mainboard-Herstellern bespricht, läuft schnell Gefahr, ein verzerrtes Performance-Bild des Prozessors zu liefern.

Auto-Overclocking ab Werk

Im Falle des Core i7-8700K beträgt der Boost auf allen Kernen beispielsweise 4,3 GHz und der L3-Cache läuft mit 3,7 GHz. Wer den Chip aber einfach mit Standardeinstellungen nutzt, der sieht davon nichts: Die meisten Platinen übertakten den Prozessor, indem sie den Single-Core-Boost auf allen Kernen anlegen - das sind 400 MHz mehr. Das geht mit höherer CPU-Spannung einher, üblicherweise wird dabei auch noch das TDP-Limit von 95 Watt überschrieben. Als Folge liefert das System zwar messbar mehr Geschwindigkeit, die Leistungsaufnahme des Chips steigt allerdings drastisch an.

Abseits von den höheren Stromkosten hat das gleich mehrere Nachteile: Die Abwärme des Prozessors kann locker ein Viertel oder ein Drittel über dem vorgesehenen Wert liegen. Das treibt die Temperaturen nach oben, was zu einer lauteren Kühlung oder gar zum Drosseln des Chips führt, weil dieser überhitzt. Im schlimmsten anzunehmenden Fall schaltet sich das System gar spontan im Betrieb ab, weil die automatische Übertaktung unter Dauerlast nicht stabil läuft. Allerdings funktioniert die OC-Einstellung ohnehin nur mit K-Chips auf Z-Boards, wir hatten in all den Jahren damit nie Stabilitätsprobleme.

Dennoch unser Appell an Intel und die Mainboard-Partner: Nennt die Spezifikationen und haltet diese im Standardbetrieb auch ein! Alles andere ist Overclocking auf Kosten der eventuell nicht informierten Kunden.



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Mixermachine 10. Okt 2017

Ich finde die Schelte jetzt nicht so überragend schlimm ^^ Für den Endkunden hat es...

cadderly 10. Okt 2017

OK, wenn man es in der Form einsetzt und das System damit nicht an die Grenzen treibt ist...

TechnikusDA 10. Okt 2017

Nein nicht Pentium Ludicrous sondern Pentium 'GOD LIKE' und das ertönt jedesmal aus den...

ms (Golem.de) 10. Okt 2017

75W mit 4,5 GHz @ 1,25V? Sagt das HW-Info für die Package Power?

DY 10. Okt 2017

Mit Verlaub: das ist auch für mich nicht vorstellbar. Ich hatte mit einem Skylake...


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