Intel-Chef: Brian Krzanich ist zurückgetreten
Brian Krzanich, bisheriger CEO bei Intel, ist von seiner Position zurückgetreten(öffnet im neuen Fenster). Ihm folgt vorerst Robert Swan, welcher zuvor das Finanzgeschäft des CPU-Herstellers verantwortete. Offiziell gibt Intel an, dass Krzanich in der Vergangenheit eine Beziehung mit einer bei Intel angestellten Person hatte, was gegen die Statuten des Unternehmens verstößt. Eine interne und eine externe Untersuchung bestätige das, sie sei aber noch nicht abgeschlossen. Intel sucht daher nun nach einem neuen CEO.
Am 16. Mai 2013 wurde der damals 52-jährige Brian Krzanich zum CEO von Intel. Er löste Paul Otellini ab, der vorzeitig in den Ruhestand ging. Bei Intel gibt es für den Konzernchef eine verbindliche Altersgrenze von 65 Jahren, Otellini verließ das Unternehmen aber schon ein wenig früher. Brian Krzanich arbeitete seit 1982 für Inte, er begann als Bachelor der Chemie seine Tätigkeit in der Halbleiterfertigung. Bereits 1997 leitete er eine der Chipfabriken von Intel in New Mexico, bis er nach und nach die Gesamtleitung von Intels Fertigungssparte übernahm.
Die hatte in den vergangenen Jahren unter Krzanichs Leitung vor allem mit dem 14-nm- und dem 10-nm-Verfahren zu kämpfen. Ersteres benötigte viel länger als erwartet bis zur Serienreife, die erste CPU-Generation auf dieser Basis war Broadwell, die Ende 2014 veröffentlicht wurde. Mittlerweile hat Intel den Node mit Blick auf Ultrabooks im Griff: Auf Broadwell folgten Skylake, Kaby Lake, Kaby Lake Refresh und Coffee Lake. Für Herbst 2018 plant Intel noch Whiskey Lake und 2019 soll Comet Lake erscheinen.
Bei 10 nm gab es zuletzt weitere Verschiebungen: Bisher ist mit dem Core i3-8121U nur ein Cannon Lake verfügbar, zudem ist aus yield-Gründen die Grafikeinheit deaktiviert. Was aus Ice Lake und dem 10+ nm Verfahren wird, bleibt vorerst offen. Abseits der Fertigung musste Brian Krzanich auch diverse Sicherheitslücken als CEO angehen, vor allem Spectre v2, in dessen Kontext ihm zudem Insider-Handel unterstellt wurde. Ungeachtet dieser Schwierigkeiten erzielte Intel in den vergangenen Jahren regelmäßig immer neue Rekordumsätze dank Client- und Server-Geschäft.
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