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Intel Bay Trail: Ohne Quicksync, aber mit viel Rabatt

IDF
Intel hat neue Desktop- und Notebookprozessoren auf Basis der Silvermont-Architektur vorgestellt. Diese werden als Celeron sowie Pentium verkauft und kosten die OEMs offiziell bis zu 132 US-Dollar. In der Praxis sind die Chips jedoch deutlich günstiger.
/ Marc Sauter
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Intel Bay Trail: teure Listenpreise, aber günstige Geräte (Bild: Intel)
Intel Bay Trail: teure Listenpreise, aber günstige Geräte Bild: Intel

Neben den SoCs für Tablets hat Intel auf dem Intel Developer Forum auf Basis des gleichen Chips diverse Desktop- und Notebookprozessoren veröffentlicht. Diese basieren auf Valleyview und sollen günstige Systeme ermöglichen. Wie PC-Chef Kirk Skaugen angekündigt hat , sollen die Einstiegspreise für Notebooks bei 199 US-Dollar beginnen, weswegen die Netbooks mit der Bay-Trail-Plattform zurückkehren. Die Chips selbst vermarktet Intel in diesem Segment jedoch nicht mehr als Atom, sondern als Celeron und Pentium. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Haswell und Valleyview, interessierte Käufer sollten also genau auf die Spezifikationen achten.

Hinsichtlich der Geschwindigkeit ist dies durchaus gerechtfertigt, denn die neuen SoCs sind doppelt bis dreimal so schnell wie ihre Vorgänger – bei ähnlicher Leistungsaufnahme dank der überarbeiteten 22-Nanometer-Fertigung . Anders als bei den Core-i-Prozessoren in Ultrabooks und den Tablet-SoCs hat Intel bei den Desktop- und Notebookmodellen allerdings die Quicksync-Funktion gestrichen. Mit SATA-3GB/s ist die integrierte Southbridge etwas veraltet. Dafür takten Chips wie der Celeron N2810 ihre vier Kerne mit bis zu 2,0 GHz und die Grafikeinheit erreicht 756 MHz – den Basistakt verschweigt Intel bisher. Die TDP beläuft sich auf 7,5 Watt und die SDP auf nur 4,5 Watt. Die Scenario Design Power gibt an, wie viel Energie das System unter bestimmten Bedingungen benötigt, die Thermal Design Power hingegen, was die Kühlung an Leistung maximal abführen muss – zumindest unter normalen Umständen.

Intel Bay Trail (Desktop & Mobile)
Modell Plattform Listenpreis Kerne CPU-Takt (Turbo) GPU-Takt (Turbo) TDP
Pentium J2850 Bay Trail-D 94 USD 4 2,41 GHz 792 MHz 10 Watt
Celeron J1850 Bay Trail-D 82 USD 4 2,00 GHz 792 MHz 10 Watt
Celeron J1750 Bay Trail-D 72 USD 2 2,41 GHz 792 MHz 10 Watt
Pentium N3510 Bay Trail-M Unbekannt 4 2,00 GHz 750 MHz 7,5 Watt
Celeron N2910 Bay Trail-M 132 USD 4 1,60 GHz 756 MHz 7,5 Watt
Celeron N2810 Bay Trail-M 132 USD 2 2,00 GHz 756 MHz 7,5 Watt
Celeron N2805 Bay Trail-M 132 USD 2 1,46 GHz 667 MHz 4,5 Watt

Vor allem die Notebookchips lässt sich Intel offiziell einiges kosten, für den Celeron N2810 etwa veranschlagt der Hersteller 132 US-Dollar pro Prozessor bei Abnahme von 1.000 Chips. Netbooks für 199 US-Dollar sind somit nicht möglich, in der Praxis aber gewährt Intel drastische Rabatte. Modelle wie der Celeron J1750 für Desktopsysteme kosten 72 US-Dollar, bieten aber auch nur zwei Kerne – der Pentium J2850 mit vier Recheneinheiten ist 22 US-Dollar teurer. Kunden für Geräte auf Basis der Bay-Trail-M- und Bay-Trail-D-Plattformen sieht Intel vor allem im asiatischen Raum und in Form von 2-in-1-Convertibles.


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