Intel Arctic Sound: Xe-HP-Grafik-Chiplets benötigen bis zu 500 Watt
In den nächsten Monaten wird Intel die Xe- alias Gen12-Grafikarchitektur vom Ultrabook-Chip über dedizierte Karten bis hin zu Workstations und Servern ausliefern. Eine von Digital Trends(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichte interne Präsentation zeigt Intels Pläne, wie sie Anfang 2019 aktuell waren. Diese Informationen müssen nicht mehr den derzeitigen entsprechen, geben aber einen Überblick.
Konkret drehen sich die Folien um Arctic Sound, so nennt Intel die Xe-HP-Grafik, also High Performance. Das Portfolio unterteilt sich in mehrere PCIe-Karten von 75 Watt ohne zusätzlichen Stromstecker bis hin zu Modellen mit 500 Watt, die per 48 Volt statt 12 Volt versorgt werden. Das wäre sogar noch etwas mehr als die 450 Watt, welche Nvidia für die SMX2-Version der Tesla V100 im DGX-2H vorsieht.
Arctic Sound besteht je nach Ausbaustufe aus einem, zwei oder vier Tiles – vermutlich sind damit Chiplets gemeint, also kleine Grafikprozessoren, die gekoppelt werden. Die Variante mit einer Tile hat 75 oder 150 Watt, die mit zwei ist für 300 Watt ausgelegt und die mit vier für 400 Watt bis 500 Watt. Alle Arctic Sound unterstützen PCIe Gen4 und sind mit HBM2e-Stapelspeicher für eine hohe Bandbreite ausgestattet.
Für Endkunden arbeitet Intel an Xe-LP, also Low Power. Diese Grafik wird in Tiger Lake für Ultrabooks integriert. Zudem gibt es einen dedizierten Chip namens DG1, der in Notebooks verlötet und zusätzlich als Steckkarte angeboten wird. Für Supercomputer gibt es überdies eine Xe-HP-Version die noch mehr Leistung als Arctic Sound hat: Die wird in 7 nm gefertigt, heißt Ponte Vecchio und besteht aus acht Tiles.
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