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Keine Zeit fürs Scheitern

Busicom entschied sich für die Intel-Version. Diese sah lediglich 4 Chips mit jeweils 1.900 Transistoren vor, hatte jedoch zwei bedeutende Nachteile: Die Chips existierten zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf dem Papier und sie brauchten eine eigene Programmierung.

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Das Projekt zog sich mittlerweile weit über die geplante Entwicklungszeit und wurde einem 29-jährigen Ingenieur namens Federico Faggin übergeben. Dieser war gerade erst vor zwei Jahren aus Italien in die USA eingewandert. Er hatte mit der Erfindung des Fertigungsprozesses für Silizium-Gate-Transistoren die Grundlage für die neuen Chips geschaffen und wollte die Technologie endlich an komplexen Designs einsetzen.

Zunächst musste er aber die aufgebrachte japanische Seite beruhigen. Der Busicom-Ingenieur Masatoshi Shima kam irgendwann nach Santa Clara zurück und hielt Faggin in gebrochenem Englisch vor: "I came here to check. There is nothing to check. This is just idea!"

In zahllosen Nachtschichten entwickelte Faggin nicht nur die Idee zu einem Produkt, sondern erfand fast nebenbei auch noch ein Verfahren, um die verwendeten Logikgatter überhaupt elektrisch zu aktivieren.

Am Ende des Sommers 1970 hatten Faggin und Shima ein funktionierendes Design. Es bestand aus dem 4001 (ROM), 4002 (RAM), 4003 (I/O) und dem zentralen 4-bit-Prozessor 4004.

  • Die "verräterischen Acht" v.l.n.r.: Gordon Moore, C. Sheldon Roberts, Eugene Kleiner, Robert Noyce, Victor Grinich, Julius Blank, Jean Hoerni and Jay Last (Bild: Fairchild Semiconductor)
  • Andy Grove, Robert Noyce und Gordon Moore 1978 (Bild: Intel)
  • Die Schablone für den 4004-Mikroprozessor. (Bild: Intel)
  • Masatoshi Shima und Federico Faggin (Bild: Intel)
  • Intel bewarb die 4000er Reihe zwar, aber ein Erfolg wurde sie nicht. (Bild: Intel)
  • Der Busicom-141-PF-Rechner basierte auf den 4000er-Chips. (Bild: Busicom)
Die Schablone für den 4004-Mikroprozessor. (Bild: Intel)

Im Oktober begann die Fertigung bei Intel. Die beiden Ingenieure hatten so gut gearbeitet, dass die Prototypen der ersten drei Chips auf Anhieb liefen. Als dann der 4004 kurz vor Neujahr eintraf, erlebte Faggin eine böse Überraschung. Nicht eine der winzigen Siliziumscheibchen zeigte auch nur den geringsten Funken elektrisches Leben.

Intel-Prozessoren

Bevor er sich damit abfand, die Feiertage und die ersten Wochen des Jahres 1971 mit der Fehleranalyse zu verbringen, beschloss Faggin, sich die Chips noch einmal näher anzusehen - unter dem Mikroskop. Zu seinem Erstaunen fehlte eine komplette Schicht Schaltkreise, offenbar ein Fertigungsfehler. Es dauerte dann zwar trotzdem noch drei Wochen, bis er neue Prototypen in der Hand hielt, aber zumindest war er sich sicher, dass weder er noch Shima einen größeren Fehler begangen hatten.

Im Februar konnte die Produktion der 4004-Serie endlich beginnen.

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 Speicherchips als GeschäftsgrundlageDie Grundlage der Mikrocomputerrevolution 
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mwo (Golem.de) 06. Apr 2021 / Themenstart

Vielen Dank für das Lob!

Crass Spektakel 05. Apr 2021 / Themenstart

Hand aufs Herz, was war euer erster Mikrochip? Und welches der älteste? Bei mir war der...

superdachs 05. Apr 2021 / Themenstart

Wikipedia sagt 8048. Der hat mit dem 4004 absolut nichts gemeinsam. Wohl eher mit dem...

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