Speicherchips als Geschäftsgrundlage

Intels Plan war von Anfang an, bereits im ersten Jahr nach der Firmengründung ein Produkt zur Marktreife zu bringen. Das Problem: Es war alles andere als sicher, welche Technologie sich bei halbleiterbasierten Speichern durchsetzen würde. Intel verfolgte daher mehrere unterschiedliche, vielversprechende Ansätze gleichzeitig. Als zwei von ihnen binnen kurzer Zeit produktionsfertig waren, hatte das junge Unternehmen plötzlich nicht nur zwei Produkte, sondern auch einen bemerkenswerten technologischen Vorsprung.

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Intels zweiter Speicherchip 1101 war der erste massenhaft mit Silizium-Gate-Technik produzierte Halbleiterbaustein überhaupt. Die theoretischen Grundlagen für sein Funktionsprinzip hatten Forscher schon einige Jahre zuvor beschrieben, aber die Ausbeute an funktionierenden Chips pro Silizium-Wafer war zu gering. Erst das bei Intel ab 1968 entwickelte Fertigungsverfahren machte eine Massenproduktion möglich - und damit Computer, wie wir sie heute kennen.

Intel dominierte also Anfang der 1970er Jahre den Markt für Speicherchips. Doch mit der entwickelten Technologie ließ sich noch viel mehr machen.

Eine Anzeige von 1971 kündigte eine neue Ära der integrierten Elektronik an. Auf der Illustration sind vier große Schaltschränke zu sehen, die - wie damals üblich - den Computer repräsentieren. Ein genauerer Blick offenbart, dass die Schränke in Wirklichkeit Computerchips sind. Intel hatte den ersten universell einsetzbaren Mikroprozessor im Portfolio, den 4004.

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Dabei gehörte der mit 740 kHz getaktete Chip ursprünglich nicht einmal dem Unternehmen.

  • Die "verräterischen Acht" v.l.n.r.: Gordon Moore, C. Sheldon Roberts, Eugene Kleiner, Robert Noyce, Victor Grinich, Julius Blank, Jean Hoerni and Jay Last (Bild: Fairchild Semiconductor)
  • Andy Grove, Robert Noyce und Gordon Moore 1978 (Bild: Intel)
  • Die Schablone für den 4004-Mikroprozessor. (Bild: Intel)
  • Masatoshi Shima und Federico Faggin (Bild: Intel)
  • Intel bewarb die 4000er Reihe zwar, aber ein Erfolg wurde sie nicht. (Bild: Intel)
  • Der Busicom-141-PF-Rechner basierte auf den 4000er-Chips. (Bild: Busicom)
Die "verräterischen Acht" v.l.n.r.: Gordon Moore, C. Sheldon Roberts, Eugene Kleiner, Robert Noyce, Victor Grinich, Julius Blank, Jean Hoerni and Jay Last (Bild: Fairchild Semiconductor)

Seine Entwicklung begann im Rahmen eines Vertrages mit einem japanischen Hersteller von Tischrechnern, Busicom. Die Firma hatte sich an Intel gewandt, um seine zukünftigen Maschinen mit Logikschaltkreisen auf Halbleiterbasis auszustatten. Die Japaner zogen also bei Intel ein und entwarfen in den Büros mit Hilfe einiger Ingenieure das Design für die zukünftige Rechenmaschine.

Intel-Prozessoren

Der Start war mehr als holprig. Zum Entsetzen der Intel-Ingenieure planten die Japaner ein 12-Chip-Monster mit einer Menge komplizierter Funktionen und jeweils drei- bis fünftausend Transistoren. Andererseits sollte Intel vorrangig für die Produktion der Chips bezahlt werden. Das sah nach einem guten Geschäft aus.

Das vorgeschlagene Design hätte den Preis des Rechners jedoch auf 300 Dollar anschwellen lassen. Beiden Firmen war klar, dass das den Untergang von Busicom bedeuten würde. Zu dieser Zeit waren Transistorrechner auf immer mehr Schreibtischen zu finden und die Preise kannten nur eine Richtung: nach unten.

In einem verzweifelten Versuch, das Projekt zu retten, schlug ein Intel-Mitarbeiter dem Firmengründer Robert Noyce unter Umgehung der offiziellen Meldekette vor, ein eigenes Design zu entwerfen. Noyce nickte das Projekt ab, obwohl Intel zu diesem Zeitpunkt mit der Zuverlässigkeit der Speicherchip-Herstellung noch gewaltige Probleme hatte und die Arbeitskräfte dort dringender benötigte.

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 Intel 4004: Die 740-kHz-CPU, die nicht Intel gehörteKeine Zeit fürs Scheitern 
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Trollversteher 16. Nov 2021

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Mr.X 15. Nov 2021

Der Podcast Stay Forever hatte grade die Tage auch eine schöne Folge über den IBM-PC...

superdachs 05. Apr 2021

Wikipedia sagt 8048. Der hat mit dem 4004 absolut nichts gemeinsam. Wohl eher mit dem...



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