Intel 14 nm: Apple-Modem sorgt für CPU-Knappheit

Partner wie Asrock warnen vor schlecht verfügbaren Intel-Prozessoren und -Chipsätzen und raten zu AMD als Alternative: Schuld daran ist neben Intels Problemen mit 10 nm auch das LTE-Modem in Apples iPhone Xr/Xs (Max).

Artikel veröffentlicht am ,
In den neuen iPhones steckt ein 14-nm-Modem von Intel.
In den neuen iPhones steckt ein 14-nm-Modem von Intel. (Bild: Apple)

Intels Partner, aber auch Distributoren und Systemintegratoren warnen seit Tagen, dass der CPU-Hersteller massive Lieferengpässe bei Prozessoren und Chipsätzen hat. Asrock empfiehlt daher als Alternative diverse AMD-Plattformen, und HPE legt Kunden nahe, doch Epyc- statt Xeon-CPUs zu kaufen. Die Situation wird durch die Veröffentlichung von Apples iPhone Xr sowie iPhone Xs (Max) zudem noch schlechter, da auch hier Chips verbaut werden, die aus Intels überlasteter 14-nm-Produktion stammen.

Stellenmarkt
  1. Senior Software Requirements Engineer (w/m/d)
    AIXTRON SE, Herzogenrath
  2. Spezialist Tarifimplementierung (m/w/d)
    Allianz Deutschland AG, Unterföhring
Detailsuche

Eigentlich sollte längst der 10-nm-Prozess für Consumer- und Server-CPUs bereitstehen, stattdessen hängt Intel seit Jahren bei 14 nm fest. Zwar nutzt der Hersteller mehrere Fabs für diesen Node, dennoch reichen die Kapazitäten nicht, denn in 14 nm werden allerhand Chips gefertigt: Da wären die Gemini Lake (Atom), die Amber Lake Y (Core mit 5 Watt), die Whiskey Lake (Core mit 15 Watt), diverse Coffee Lake sowie Kaby Lake (Core mit 35 Watt bis 95 Watt), die Skylake SP (Xeon), allerhand Chipsätze (300er Serie) und noch das XMM 7560 genannte LTE-1-GBit/s-Modem für die neuen iPhones.

Wie die Computerbase anmerkt, dürfte Intel wenig daran liegen, Apple zu verärgern, nachdem es Jahre gedauert hat, zum exklusiven Modem-Lieferanten für die iPhone-Basebands zu werden. Folgerichtig scheint der Fokus für Kapazitäten auf die lukrativen Modems gesetzt zu sein, was primär Engpässe bei Chipsätzen und einigen Prozessoren bedeutet. Der neue Z390 für Sockel LGA 1151 v2 soll kaum verfügbar sein, so dass die Hersteller den bisherigen Z370 in 22 nm erneut für ihre Boards verwenden müssen. Für den kommenden Core i9-9900K mit acht Kernen gelte das ebenso.

Daran wird sich wohl in den kommenden Monaten wenig ändern. Denn eine ältere Fab aufzurüsten für 14 nm kostet Millionen bis Milliarden, zumal Intel besser daran tut, sich auf 10 nm zu konzentrieren. Aktuelle Chips wie der Core i3-8121U (Cannon Lake U) sind extrem schlecht lieferbar, da die Ausbeute offenbar miserabel ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


FreiGeistler 17. Sep 2018

Stimmt nicht, das gab es schon vorher (LG?). Mit Tasten für Medienwiedergabe, etc...

Handle 16. Sep 2018

Wenn die Ausbeute (= yield) hoch wäre, wäre das doch keine wirtschaftliche Katastrophe...

Jot.ka 14. Sep 2018

Oder einfach AMD kaufen..

PerilOS 14. Sep 2018

"Niedere CPU" sind in der Regel eh nur Abfall in den Architekturfamilien. Es gibt nicht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Eichrechtsverstoß
Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
Artikel
  1. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

  2. Quartalsbericht: Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder
    Quartalsbericht
    Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder

    Besonders im Bereich Cloud erzielt Huawei wieder Zuwächse.

  3. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /