Institut für Handelsforschung: Deutscher Onlinehandel setzt über 50 Milliarden Euro um

Der Onlinehandel mit Büchern kann kaum noch wachsen, doch neue Bereiche legen stark zu. Lebensmittel kamen auf 27,6 Prozent Zuwachs. Amazon baut zwei neue Versandzentren.

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Lagerarbeiter bei Amazon
Lagerarbeiter bei Amazon (Bild: Amazon)

Der Internethandel in Deutschland erreicht neue Rekordhöhen. Der Branchenreport Onlinehandel des Instituts für Handelsforschung (IFH), der dem Handelsblatt vorliegt, zeigt, dass in diesem Jahr erstmals mehr als 50 Milliarden Euro umgesetzt wurden, nämlich 52,3 Milliarden Euro. Die Berechnungen basieren auf Hochrechnungen.

Im vergangenen Jahr stieg der Onlineumsatz im Handel um zwölf Prozent auf 47 Milliarden Euro. Auch das absolute Umsatzwachstum hat sich nochmals verstärkt. Hatte das Marktvolumen 2014 bereits um 4,3 Milliarden Euro zugenommen, legte es 2015 um fünf Milliarden zu. "Die Wachstumsdynamik im E-Commerce hat unsere eigenen Prognosen übertroffen", sagte Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH, dem Handelsblatt.

"Besonders hohes Wachstum gibt es in den Nachzüglerbranchen wie etwa den Lebensmitteln und Drogeriewaren", sagte Hudetz. "Der Onlinemarkt ist noch nicht erwachsen geworden." Der Bereich Heimwerken brachte es auf einen Zuwachs von 13,1 Prozent, Lebensmittel kamen sogar auf 27,6 Prozent. Auch Möbel, Elektrogroßgeräte, Körperpflege und Kosmetik gehören mit zweistelligen Raten zu den wachstumsstarken Märkten. Doch im Onlinehandel mit Büchern ist offenbar die Wachstumsgrenze langsam erreicht. Im vergangenen Jahr lag die Wachstumsrate dort nur noch bei 2,6 Prozent.

Marktführer Amazon hatte angekündigt, zwei neue Versandzentren in Deutschland zu errichten. Im rheinland-pfälzischen Frankenthal würden innerhalb von zwölf Monaten nach der geplanten Inbetriebnahme Ende 2017 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Das Logistikzentrum wird eine Fläche von rund 50.000 Quadratmetern haben. In Dortmund will Amazon für 27 Millionen Euro bereits ein neues Logistikzentrum bauen. Auch dort sollen mindestens 1.000 Arbeitsplätze entstehen, was nach einigen Jahren auf rund 2.000 Stellen anwachsen könnte. Der Betrieb soll im Herbst/Winter 2017 starten.

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