Institut der deutschen Wirtschaft: MINT-Fachkräftelücke schrumpft im Oktober stark

Bei IT-Berufen verkleinerte die Lücke sich um 33 Prozent auf 26.000, nach 38.800 in den Jahren zuvor. Der Bitkom oder die Bundesagentur für Arbeit kommen auf ganz andere Werte.

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IT-Experten bei der Arbeit
IT-Experten bei der Arbeit (Bild: Pixabay)

Die Fachkräftelücke in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ist im Zuge der Coronapandemie deutlich geschrumpft. Im Oktober fehlten knapp 109.000 Fachkräfte mit entsprechender Qualifikation. Das zeigt der MINT-Herbstreport des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die der Tageszeitung Welt exklusiv vorliegt. Gegenüber dem Mittel der Jahre 2014 bis 2019 verkleinerte die Lücke sich demnach um 54 Prozent. Bei IT-Berufen schrumpfte die Lücke um 33 Prozent auf 26.000, nach 38.800 in den Jahren zuvor.

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Der IW-Herbstreport wird im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative MINT Zukunft erstellt. Die Angaben zu den offenen Stellen gehen in der Branche weit auseinander. Der Bitkom berechnete vor knapp einem Jahr in Deutschland 124.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Der IT-Branchenverband stützte sich auf eine Befragung von rund 850 Geschäftsleitungen und Personalverantwortlichen in Unternehmen ab drei Mitarbeitern aus allen Branchen. Die Bundesagentur für Arbeit sprach in ihrem Bericht Blickpunkt Arbeitsmarkt IT-Fachleute mit Stand April 2019 von rund 20.000 offenen Stellen für IT-Personal. Der MINT-Frühjahrsreport vom IW meldete zum selben Zeitpunkt gut 59.000 fehlende IT-Fachkräfte.

Trotz des Rückgangs warnen die Experten davor, dass der Mangel langfristig wieder deutlich wachsen könnte. Dafür ist laut dem Report auch die Coronapandemie ein Treiber. Zum einen beschleunigt sie die Digitalisierung und damit die Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften. Zum anderen drohen die zeitweisen Schulschließungen dem Report zufolge einen negativen Effekt auf die MINT-Kompetenzen der Schüler zu haben - und somit die künftige Fachkräftesicherung zu beeinträchtigen.

"Wir brauchen in der aktuell schwierigen Situation an den Schulen dringend einen digitalen Aufbruch mit zusätzlich 20.000 IT-Fachkräften, flächendeckendem WLAN und Fortbildung für Lehrkräfte", sagte der Vorstandsvorsitzende der Initiative MINT Zukunft und FDP-Politiker Thomas Sattelberger. Auch intelligente Lernsoftware müsse verfügbar sein, damit bei aktuell drohenden zeitweisen Schulschließungen "auf hochwertigen digitalen Fernunterricht umgestiegen werden kann". Zudem sei Deutschland weiter auf die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte angewiesen. Allein aus eigener Kraft werde sich die Lücke in Zukunft nicht schließen lassen.

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sambache 20. Nov 2020

Wenn der Mangel real wäre, würde das auch genau so passieren. Der Effekt ist so klein...

Oktavian 20. Nov 2020

Das ist auch auch vollkommen okay, die wollen in der Regel aber auch keine IT-Fachkräfte...

OtherOne 20. Nov 2020

Wer glaub denn noch die Zahlen vom Bitkom. Die würden noch vom Fachkräftemangel reden...

Oktavian 20. Nov 2020

Das mit den Zahlen ist immer so eine Sache. Solange man völlig undefinierte Begriffe...



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