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Instinct MI300X: AMD gewinnt Großkunden für KI-Beschleuniger

Mit IBM und Oracle sollen zwei der größten Cloud-Provider zum neuen Kundenkreis gehören. Neben GPUs finden Xilinx -FPGAs einen Abnehmer.
/ Martin Böckmann
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AMDs Instinct MI300X soll sehr leistungsfähig sein. Jetzt muss er sich nur noch verkaufen. (Bild: AMD)
AMDs Instinct MI300X soll sehr leistungsfähig sein. Jetzt muss er sich nur noch verkaufen. Bild: AMD

AMD hat laut Berichten von MT-Newswires(öffnet im neuen Fenster) und Medium(öffnet im neuen Fenster) zwei Großkunden für das KI-Geschäft gewonnen. Mit Oracle und IBM könnte der Hersteller den bislang geringen Marktanteil gegenüber Nvidia deutlich verbessern. Die vergleichsweise kurzen Lieferzeiten im Vergleich zur Konkurrenz helfen AMD dabei, denn Oracle kaufte bisher Nvidia-GPUs.

Als Cloudanbieter muss sich Oracle auch im Bereich der eingesetzten Hardware an die Anforderungen der Kunden anpassen. Die Möglichkeiten zum Wachstum sind aktuell riesig, werden aber von Lieferengpässen der Nvidia A100 und H100-GPUs gebremst. Während einige große Anbieter darauf in den vergangenen Jahren mit eigenen Programmen zur Chipentwicklung reagierten, setzt Oracle auf die großen Chiphersteller.

In den nächsten Monaten könnte Oracle daher einer der ersten Kunden sein, die in großer Stückzahl AMD Instinct MI300X einsetzen. Parallel dazu soll auch der bestehende Einsatz von Nvidia-H100-Systemen ausgebaut werden. Schlussendlich liegt es dann an den Kunden, die passende Software einzusetzen, um die besser verfügbaren AMD-Instinct-GPUs zu nutzen.

Xilinx-FPGA im KI-Beschleuniger

Auch IBM gehört demnächst zum AMD-Kundenkreis. Die neue Inferenz-Plattform des Softwarekonzerns nutzt den Neureality-NR-1-AI-Chip, der bei TSMC in einem 7-nm-Node produziert wird. Ein wichtiger Teil der Neureality-KI-Plattorm(öffnet im neuen Fenster) sind Xilinx-FPGAs von AMD. Der Produktionsstart der IBM-KI-Server soll noch in diesem Jahr bei Foxconn stattfinden.

AMDs Marktanteil an KI-Beschleunigern liegt aktuell laut Schätzungen bei rund acht Prozent(öffnet im neuen Fenster) , während Nvidia je nach Quelle mit 70 bis 80 Prozent(öffnet im neuen Fenster) geschätzt wird. Großaufträge wie der aktuelle könnten das Kräfteverhältnis in den nächsten Monaten verschieben, insbesondere da Nvidia nach eigenen Angaben derzeit an der Kapazitätsgrenze arbeitet.


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