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Instant Messenger: Whatsapp fürs Web soll bereits getestet werden

Den Instant Messenger Whatsapp gibt es derzeit nur für mobile Endgeräte, aber nicht für Desktop-Betriebssysteme. Konkurrenten wie Telegram haben bereits Webclients, Whatsapp könnte bald auch dazugehören.
/ Andreas Donath
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Code-Ausschnitt aus Whatsapp-Betaversion 2.11.471 (Bild: Androidworld.nl/Screenshot: Golem.de)
Code-Ausschnitt aus Whatsapp-Betaversion 2.11.471 Bild: Androidworld.nl/Screenshot: Golem.de

Blogger der niederländischen Website AndroidWorld.nl(öffnet im neuen Fenster) haben im Code einer Betaversion von Whatsapp nach eigener Darstellung Textfragmente und andere Hinweise entdeckt, die auf die Entwicklung einer Webversion des mobilen Instant Messengers hindeuten. Damit könnte die Software auch auf Desktops genutzt werden.

Androidworld.nl fand in der Version 2.11.471 von Whatsapp für Android Hinweise auf ein Whatsapp-Web. Das ist allerdings eine etwas ältere Betaversion(öffnet im neuen Fenster). Darüber hinaus wurden auch Hinweise auf die Website web.whatsapp.com festgestellt. Auf dieser Website befindet sich derzeit nur ein Google-Konto-Login. Eventuell wird der Login verwendet, um ausgewählten Beta-Nutzern den Zugriff zu ermöglichen.

Sogar einige Grafiken und HTML-Code wurden von Androidworld.nl entdeckt. Der Code vermittelt ein ungefähres Bild davon, wie die Websessions verwaltet werden. Das soll zumindest eine rekonstruierte Grafik zeigen, die das Blog veröffentliche. Diese zeigt, wann sich User mit Chrome bei Whatsapp angemeldet haben. Auch Logout-Funktionen sind dort zu sehen. In der neuen Beta-Version sind die Hinweise im Code schon wieder verschwunden.

Etwas kniffelig dürfte das Login bei der Webanwendung von Whatsapp sein. Beim mobilen Client wird die Telefonnummer des Smartphones genutzt. Die fehlt naturgemäß, wenn sich der Anwender über die Desktop-Browser anmelden will. Androidworld.nl fand Hinweise auf ein QR-Code-Verfahren, das in Verbindung mit der mobilen Version zum Login eingesetzt werden könnte. Bei Telegrams Webanwendung müssen online die eigene Telefonnummer und der am Smartphone empfangene Login-Code im Browser eingegeben werden.

Noch gibt es keine offizielle Ankündigung für einen Whatsapp-Webclient. Pavel Durov von Telegram sagte dem Branchendienst Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) jedoch Anfang Dezember 2014, dass Facebook versucht habe, seinen Webentwickler für Whatsapp abzuwerben. Offenbar blieb es bei dem Versuch.

Für Skype gibt es bereits einen Webclient(öffnet im neuen Fenster), der sich aber noch in einer geschlossenen Betaphase befindet.


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