Instant Messenger: Whatsapp führt Sprachnachrichten ein

Ab heute können die 300 Millionen aktiven Whatsapp-Nutzer Sprachnachrichten ohne zeitliches Limit verschicken. Die Funktion bietet die Firma mit nur 45 Mitarbeitern für alle mobilen Plattformen gleichzeitig an.

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Das Whatsapp-Logo
Das Whatsapp-Logo (Bild: Whatsapp)

Whatsapp führt eine neue Funktion ein, die das Versenden von Sprachnachrichten ermöglicht. Das sagte Firmenchef und Mitbegründer Jan Koum dem Blog des Wall Street Journals All Things D. Zugleich gab Koum bekannt, dass das vier Jahre alte Unternehmen 300 Millionen aktive Nutzer habe. Dazu gehörten jeweils mehr als 20 Millionen aktive Instant-Messaging-Anwender in Deutschland, Mexiko, Indien und Spanien.

Whatsapp-Nutzer verschickten im Monat Juli 2013 rund 11 Milliarden Nachrichten am Tag und erhielten 20 Milliarden Nachrichten. Im Sultanat Brunei erreicht Whatsapp laut den Angaben 70 Prozent der gesamten Bevölkerung, in Hongkong nutzten 50 Prozent der Bewohner das Tool. Whatsapp-Nutzer tauschen täglich 325 Millionen Fotos aus, sagte der Firmenchef.

Die Funktion für Sprachnachrichten bietet das Unternehmen mit nur 45 Mitarbeitern für alle mobilen Plattformen gleichzeitig an. An dem Projekt sei seit sechs Monaten gearbeitet worden, erklärte Koum. Es soll kein Zeitlimit für die Länge der Sprachaufzeichnung geben. Konkurrierende Betreiber wie Voxer haben bereits Sprachnachrichten im Angebot.

Das nächste Projekt sei ein mediales Produkt zu den Fotos, die die Nutzer versenden, sagte Koum.

Mit Instant-Messaging-Anwendungen wie Whatsapp werden mehr Nachrichten befördert als mit der kostenpflichtigen SMS. Das ergab eine Studie des Marktforschungsbereiches von Informa im April 2013. Danach werden in diesem Jahr voraussichtlich 41 Milliarden Chatnachrichten verschickt, aber nur halb so viele SMS. Bereits Ende 2012 wurden täglich mehr Instant Messages gesendet als SMS. Die Studie bezieht sich offenbar auf den britischen Markt.

Telekommunikationsunternehmen werden laut Informa mit SMS in diesem Jahr einen Umsatz von über 120 Milliarden US-Dollar erwirtschaften.

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