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Instant Messaging: Zahl der verschickten SMS in Deutschland bricht ein

Die Messaging-Dienste nehmen den Mobilfunkbetreibern massiv Marktanteile bei der SMS ab. Die Netzbetreiber werden nervös und klagen über die Konkurrenz.
/ Achim Sawall
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Bild: Peter Parks/AFP/Getty Images

Im 2013 ist die Zahl der versandten SMS erstmals um 37 Prozent auf 37,9 Milliarden gesunken. Das gab der IT-Branchenverband Bitkom am 30. Mai 2014 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Im Dezember 2012 wurde zum 20-jährigen Bestehen des Kurznachrichtendiensts SMS mit einer Zunahme um 9 Prozent auf 59,8 Milliarden noch ein Rekord gemeldet.

Bitkom-Präsident Dieter Kempf sagte: "Die SMS wird zwar auch künftig ihren Platz in der Kommunikation haben. Die Wachstumsimpulse kommen derzeit aber von Instant-Messaging-Diensten und sozialen Netzwerken."

Jeder Deutsche verschickt im Schnitt derzeit rund 450 Kurznachrichten pro Jahr. Angaben zur Umsatz- und Gewinnentwicklung bei der SMS wurden nicht gemacht, zu den Gewinnen mit der SMS machen die Telekommunikationsanbieter keine Angaben.

Nach aktuellen Angaben des Bitkom besitzt in Deutschland jeder Zweite ein Smartphone. Bei den 12- bis 13-Jährigen sind es 84 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 88 Prozent. Die Verbreitung von mobilen Daten-Flatrates, an denen die Mobilfunkanbieter gut verdienen, sowie die Zahl der kostenlosen WLAN-Hotspots sind gestiegen. Dies habe 2013 den Trend weg von der SMS und hin zu Messenger-Diensten über Apps beschleunigt, sagte Kempf. Auch die Datenmenge in den deutschen Mobilfunknetzen ist im vergangenen Jahr deutlich stärker gestiegen als erwartet. 2013 wurden 267 Millionen Gigabyte über die Netzen der Mobilfunkbetreiber übertragen, eine Steigerung um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Durch Bordkarten für den Check-In am Flughafen, Benachrichtigung über Zugverspätungen, Parkscheinkauf oder die Mobile-TAN fürs Online-Banking konnten trotz Großkundenrabatten bisher die langsam abnehmende SMS-Nutzung der Verbraucher noch ausgeglichen werden.


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