Instant Messaging: Investoren stecken eine halbe Milliarde Dollar in Snapchat
Der Messenger Snapchat, bei dem verschickte Bilder nach dem Ansehen von allein verschwinden, hat sich fast eine halbe Milliarde US-Dollar bei Investoren besorgt. Das gesamte Unternehmen sei dabei mit zehn Milliarden US-Dollar bewertet worden, berichten der Finanzdienst Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) und die Financial Times(öffnet im neuen Fenster).
Damit dürfte es sich für Snapchat gelohnt haben, vor rund einem Jahr das Kaufangebot von Facebook abzulehnen. Das weltgrößte Onlinenetzwerk soll damals dem Gründerteam um den 24-jährigen Chef Evan Spiegel drei Milliarden US-Dollar geboten haben.
Jetzt bekam Snapchat gut 485,6 Millionen US-Dollar (rund 401 Millionen Euro) von insgesamt 23 Investoren, wie aus einer zu Neujahr veröffentlichten Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.
Über Snapchat können Nutzer Bilder verschicken, die automatisch verschwinden, wenn der Adressat sie angesehen hat. Nach Angaben des Unternehmens werden 700 Millionen solcher Fotos täglich verschickt. Der Dienst wird vor allem von Teenagern und jungen Erwachsenen für Sexting genutzt. Der Begriff Sexting ist ein Kofferwort, das sich aus Sex und Texting zusammensetzt und die private Verbreitung erotischer Aufnahmen des eigenen Körpers über MMS oder Instant Messaging beschreibt.
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