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Instant Ink: Druckerabo ist für HP besonders lukrativ

Laut der HP -CFO ist Kundenbindung über ein Abo für den Konzern sehr lohnend - sogar mehr als teure Tintenpatronen mit RFID-Chips.
/ Oliver Nickel
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Das Instant-Ink-Abo bringt HP einiges an Geld ein. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Das Instant-Ink-Abo bringt HP einiges an Geld ein. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de

Vor der Coronapandemie stagnierte HPs Druckermarkt und das Unternehmen musste sich neue Ideen einfallen lassen. Mit einem Abomodell wie Instant Ink ist dem Konzern wohl ein ziemlicher Erfolg gelungen. Laut Marie Myers, Chief Financial Officer bei HP, steigt der Wert von Kunden merklich, wenn sie mittels Instant Ink an das Unternehmen gebunden werden.

"Wir sehen es absolut, wenn wir einen Kunden vom puren transaktionellen Modell verschieben" , sagte die CFO auf dem Investorenevent UBS Global Technology Conference ( via The Register(öffnet im neuen Fenster) ). "Wir sehen eine Wertsteigerung von ungefähr 20 Prozent, da wir diese Person an uns binden und so zu einer längerfristigen Geschäftsbeziehung bewegen."

Monatsabo statt teuren Patronen

Mit dem traditionellen transaktionellen Modell meint Myers den Verkauf von teuren Tintenpatronen für HP-Drucker. Unternehmen wie HP, Epson, Brother, Canon und andere sind dafür bekannt, Tinte mit sehr hohen Margen zu verkaufen. HP versieht Patronen oft auch mit RFID-Chips, um günstigere Drittanbieterfarbe möglichst auszuschließen.

Mit Instant Ink zahlen Kunden stattdessen einen monatlichen Preis und bekommen benötigte Tintenpatronen monatlich vom Anbieter zugeschickt. Der Drucker sendet dabei eine Bedarfsanfrage an den Hersteller, sobald eine der Kartuschen sich langsam leert. Die Preise reichen von 1 bis 25 Euro im Monat. Je umfangreicher das Abo ist, desto mehr Seiten deckt es im Monat ab. Für 25 Euro können etwa 700 Seiten monatlich gedruckt werden. 10 Seiten pro Monat kosten 1 Euro.

Trotzdem meldete HP im Fiskaljahr 2023 Rückgänge bei den Druckerumsätzen. Laut dem Bericht(öffnet im neuen Fenster) setzte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr drei Prozent weniger Geld im Druckersektor um. Vor allem Hardwareverkäufe bei Endkunden (minus 19 Prozent) und Geschäftskunden (minus 18 Prozent) waren davon betroffen.


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