Instagram, Libreoffice, Peng: Sonst noch was?

Was am 6. August 2020 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

Artikel veröffentlicht am , Golem.de
Instagram, Libreoffice, Peng: Sonst noch was?
(Bild: Pixy.org)

Xbox Live Gold weiterhin nötig: Microsoft hat Spekulationen zurückgewiesen, dass künftig kein kostenpflichtiges Abo (Gold) von Xbox Live für Multiplayermatches auf der Xbox One nötig sei. Außerdem wird der Xbox Game Pass nicht unbenannt, und Spielestreaming mit Project Xcloud ist laut The Verge bis auf weiteres nicht auf Geräten mit iOS möglich.

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Konkurrenz für Tiktok: Bei Instagram gibt es eine neue Funktion namens Reels. Die Nutzer können damit bis zu 15 Sekunden lange Videos bearbeiten, sie mit einer Audiospur unterlegen, Effekte hinzufügen und das Ergebnis dann teilen.

Libreoffice 7.0: Die aktuelle Version der freien Office-Suite Libreoffice unterstützt ODF 1.3, die Skia-Grafikengine und eine GPU-Beschleunigung per Vulkan. Die Kompatibilität zu MS-Office-Dokumenten will das Team außerdem verbessert haben.

Aktivisten erfinden Bundesamt, um über Nachhaltigkeit zu sprechen: Im Juli wurde über den Ursprung mehrerer Anrufe und einer Webseite eines Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe (BAKWH) spekuliert. Dahinter steckte das Aktionskollektiv Peng, das mehrere CEOs oder hochrangigen Angestellten von bekannten Unternehmen wie RWE oder BMW angerufen hatte, um mit ihnen über den Kapitalismus und nachhaltige Alternativen zu sprechen. Dabei sei Erstaunliches herausgekommen, erklärt Peng. So hätte die Automobilindustrie zwar ausweichend auf das Thema Verstaatlichung reagiert, doch die Zulieferer hätten Verständnis dafür, dass es in der Zukunft weit weniger Individualverkehr geben würde, schreibt Peng. Auf ihrer Webseite haben sie Gedächtnisprotokolle der Gespräche veröffentlicht und in einem Video den "Klingelstreich beim Kapitalismus" dokumentiert.

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Weitere IT-Trainings

IBM trauert um erste weibliche Fellow: Die Computerwissenschaftlerin und Turing-Preisträgerin Frances Elizabeth Allen ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie ist die erste weibliche Wissenschaftlerin gewesen, die von IBM den Ehrentitel IBM Fellow erhalten hat. Sie arbeitete von 1957 bis 2002 bei dem Konzern.

Über 900 Zugänge für Firmen-VPNs veröffentlicht: Etliche VPN-Server von Pulse Connect Secure sind von einer seit April 2019 bekannten Sicherheitslücke betroffen. Nun wurde in einem Forum eine Liste mit der IP-Adresse der VPN-Server sowie dessen Firmwareversion, die zuletzt verwendeten Zugangsdaten (mit Klartext-Passwörtern) und SSH-Schlüssel veröffentlicht.

Ransomware-Angriff bei Canon: Von dem Angriff waren etliche Dienste betroffen, darunter Canons E-Mail, Microsoft Teams, die US-Webseite, sowie interne Applikationen. Die Ransomware-Gruppe Maze behauptet 10 TByte Daten kopiert zu haben. Kürzlich war auch der Cloud-Dienst image.canon ausgefallen, mit diesem will die Ransomware-Gruppe jedoch nichts zu tun gehabt haben.

Umbenennung erforderlich: Weil sich die Autoformatierung von Microsofts Tabellenprogramms Excel nicht abschalten lässt, hat sich die Forschungsorganisation Human Genome Organisation (Hugo) gezwungen gesehen, die Abkürzungen für rund 30 menschliche Gene zu ändern. Das hat das Hugo Gene Nomenclature Committee bekanntgegeben. Betroffen sind Gene, deren Abkürzung Excel falsch interpretiert und verändert, wie etwa das Gen "Membrane Associated Ring-CH-Type Finger 1". Es wird abgekürzt mit MARCH1. Excel hält das für eine Datumsangabe und macht daraus 1-Mar. Um das zu verhindern, wird das Gen künftig als MARCHF1 abgekürzt. Für eine Studie wurden 2016 knapp 3.600 veröffentlichte Genetik-Papers untersucht. In etwa 20 Prozent wurden durch Excel verursachte Fehler gefunden.

295 Schad-Erweiterungen im Chrome Web Store: Die Erweiterungen sollen über 80 Millionen Installationen aufweisen. Mit nachgeladenem Schadcode von fly-analytics.com sollen sie heimlich Werbung in die Suchergebnisse von Google- und Bing-Suchen eingefügt haben. Entdeckt wurden die Erweiterungen von der Adblock-Firma Adguard. Eine vollständige Liste findet sich im Onlinemagazin ZDnet.

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