Instagram-Gründer: KI-Nachrichten-App Artifact schon wieder am Ende

Artifact sollte per KI interessante Nachrichten für Nutzer aussuchen, doch schon ein Jahr später wird die App eingestampft.

Artikel veröffentlicht am ,
Artifact-App
Artifact-App (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Fast ein Jahr nach dem Start wird Artifact, die von den Instagram-Mitbegründern Kevin Systrom und Mike Krieger entwickelte KI-gestützte Nachrichten-App, wegen mangelnder Nutzerakzeptanz eingestellt.

Die App nutzte künstliche Intelligenz, um Nachrichtenartikel basierend auf den Interessen der Nutzer zu kuratieren. Trotz der Einführung von Funktionen wie KI-generierte Artikelzusammenfassungen, Social-Media-Anbindung und KI-basierte Abmilderung von Clickbait-Schlagzeilen, konnte Artifact offenbar keine ausreichend große Nutzerbasis anziehen, um weitere Investitionen zu rechtfertigen.

Kurzlebiges Versprechen von KI-Nachrichtenredaktion

"Wir haben etwas aufgebaut, das eine Kerngruppe von Nutzern liebt, aber wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Marktchancen nicht groß genug sind, um weitere Investitionen in dieser Form zu rechtfertigen", so Systrom in einem Blogpost, in dem er die Einstellung des Projekts ankündigt.

Artifact wird ab Ende Januar 2024 keine neuen Beiträge und Kommentare mehr zulassen. Gespeicherte Artikel können noch bis Ende Februar 2024 gelesen werden, bevor Artifact komplett abgeschaltet wird.

Das achtköpfige Team, das an Artifact arbeitet, wird sich auflösen und anderen Möglichkeiten nachgehen, heißt es in dem Blogpost.

Der Autor meint dazu:

Die kurze Existenz von Artifact zeigt, wie schwierig es ist, einer KI-zentrierten Nachrichten-App zum Durchbruch zu verhelfen, selbst mit dem hochkarätigen Gründerteam. Der eigenständige Kuratierungsansatz reichte nicht aus, um Nutzer von etablierten Nachrichten-Apps abzuziehen. KI verspricht zwar neue Möglichkeiten, doch die grundlegende Herausforderung besteht darin, ein Produkt zu liefern, das die Nutzer wirklich dazu bringt, den Dienst zu nutzen.

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