Instagram: Anti-Mobbing-Trick könnte Streite eskalieren lassen

Mit einer clever anmutenden Kommentarfunktion will Instagram künftig Mobbing unterbinden. Allerdings dürfte der Trick schnell durchschaut werden - und dann erst recht zu Problemen auf dem Schulhof führen.

Artikel veröffentlicht am ,
Schülerinnen mit Smartphone
Schülerinnen mit Smartphone (Bild: Mladen Nntonov/AFP/Getty Images)

Das besonders bei jüngeren Nutzern beliebte Instagram will mit Algorithmen gegen Mobbing vorgehen. In seinem Blog kündigt das Unternehmen außerdem eine neue Funktion an, die ab sofort getestet wird. Damit kann etwa ein Schüler eine problematische andere Person so blockieren, dass diese es nach Möglichkeit nicht merkt. Die andere Person sieht weiterhin ihre eigenen Kommentare und glaubt fälschlicherweise, dass sie ohne Beschränkung veröffentlicht worden sind.

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In der Praxis ist schwer vorstellbar, dass die Sache nicht sofort auffliegt - schließlich sind es Personen, die Mobbing betreiben, gewohnt, dafür aus ihrem Umfeld entweder online oder offline irgendeine Art von Reaktion zu erhalten. Die neue Funktion dürfte sofort auf den Schulhöfen dieser Welt bekannt sein und dann eher zur Eskalation beitragen. Etwa, indem der gesperrte Schüler das Smartphone seines Opfers einfordert, um die Einstellungen dort selbst zu überprüfen oder sie gegebenenfalls zu ändern.

Eine zweite Neuerung, die vor einigen Tagen aktiviert wurde, setzt auf eine Kombination aus KI und Selbsteinsicht. Dazu analysieren die Algorithmen von Instagram neue Kommentare direkt vor dem Abschicken im Hinblick auf problematische Wörter oder sonstige Hinweise, die etwa auf Mobbing oder Hass hindeuten. Der Nutzer soll so kurz innehalten und überlegen können, ob er den Beitrag wirklich veröffentlichen möchte.

"Wir haben durch Tests dieser Funktion festgestellt, dass einige Personen ermutigt werden, ihren Kommentar rückgängig zu machen und etwas weniger Verletzendes zu schreiben, nachdem sie darüber nachgedacht haben", schreibt Instagram-Chef Adam Mosseri im Firmenblog.

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Vor einigen Tagen hatte Mosseri darüber gesprochen, dass möglicherweise die Anzahl der Likes auf dem Netzwerk künftig nicht mehr zu sehen sein soll. Dadurch soll es weniger Anreize geben, mit möglichst spektakulären oder kontroversen Beiträgen in einen Wettbewerb um Zustimmung zu treten. Ob und wann diese Änderung eingeführt wird, stehe noch nicht fest.

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Trockenobst 14. Jul 2019

Warum ist das eine "Kriminalisierung", wenn man mal bei einer Pflegefamilie sitzen muss...

plutoniumsulfat 13. Jul 2019

Das sind aber alles keine Lösungen, denn dafür muss man eben körperlich nicht unterlegen...

it-fuzzy 13. Jul 2019

Ich glaube nicht, dass der Mobber das Handy einfordert. Mobber sind im allgemeinen feige...

Trockenobst 12. Jul 2019

Das Problem ist doch, dass viele "Opferpersönlichkeiten" trotzdem noch zum...



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