Instagram: Algorithmus soll Beliebtheit von Fotos vorausberechnen

Gelb ist besser als Grün, Bikinis klicken sich besser als Heizungen, eine große Anzahl an Freunden ist unerlässlich: Ein US-Informatiker hat einen Algorithmus entwickelt, der vorausberechnen soll, wie beliebt ein Foto auf Plattformen wie Instagram wird.

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Beliebtheitsalgorithmus: Bikinis und warme Farben
Beliebtheitsalgorithmus: Bikinis und warme Farben (Bild: Frazer Harrison/Getty Images for Mercedes-Benz Fashion Week Swim 2013)

Welches Fotos wird auf Instagram erfolgreich, welches nicht? Aditya Khosla weiß es - oder besser gesagt: Er kann es ausrechnen. Khosla hat einen Algorithmus entwickelt, der voraussagen soll, wie oft ein Foto auf der Bilderplattform angeklickt wird.

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Zwei Schlüsselfaktoren machten die Popularität eines Bildes aus, erklärt der Doktorand am Computer Science and Artificial Intelligence Lab (CSAIL) des Massachusetts Institute of Technology (MIT): der Bildinhalt und die soziale Komponente. Zu Letzterer zählen etwa die Zahl der Kontakte des Fotografen in einem sozialen Netz, die Länge des Titels, den er seinem Bild gibt, oder die Zahl der Stichwörter, mit denen er es versieht.

Menschen statt Dinge

Zum Bildinhalt gehört in erster Linie das Motiv. Hier gilt: Menschen sind besser als Landschaften oder Gegenstände, und weniger angezogene Menschen klicken sich - auch das ist nicht besonders überraschend - besser als mehr angezogene. Khosla reduzierte die 16,8 Millionen möglichen Farben auf 50 und stellte fest, dass sich warme Farben - also Gelb- und Rottöne - deutlich besser klickten als Grün oder Blau.

Einen "starken positiven Einfluss" haben demnach Miniröcke, BHs, Bikinis und Badeanzüge, aber auch Tassen, Parfüm und Revolver, erklärt Khosla in einem wissenschaftlichen Aufsatz. Pandabären, Geparden, Lamas und Basketball sind mittlere Hingucker. Selbst Wildschweine, Katamarane, Pferdewagen und Guacamole haben noch einen positiven Einfluss, wenn auch nur einen niedrigen. Absolute Weggucker hingegen sind Laptops, Golfwagen, Pfannenwender und - man glaubt es kaum: Heizkörper.

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Die Faktoren hat Khosla herausgearbeitet, indem er 2,3 Millionen Fotos auf der Plattform Flickr analysiert hat. Daraus hat er dann seinen Popularitätsalgorithmus entwickelt, der die Zahl der Abrufe eines Fotos vorausberechnen soll.

Fotos prüfen

Nutzer können das auf Khoslas Website testen. Er hat eine Webschnittstelle bereitgestellt, über die ein Nutzer ein Foto auf einer Website oder auf seinem Rechner analysieren lassen kann. Das Tool spuckt dann einen Wert zwischen 1 (schlecht) und 10 (gut) aus. Der Wert zeige die zu erwartende durchschnittliche Zahl an Klicks pro Tag in einem logarithmischen Maßstab, sagte Khosla dem US-Nachrichtenangebot The Verge. Ein Wert von 5 bedeute 32 Abrufe, ein Wert von 6 pro Tag 64 Klicks.

Allerdings sei diese Metrik nicht ganz genau, weil die soziale Komponente nicht berücksichtigt sei, sagt Khosla. "Das Wichtigste ist die relative Bewertung, das heißt, wenn A eine bessere Bewertung hat als B, ist es wahrscheinlich, dass er mehr Zugriffe bekommt."

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Bassa 27. Apr 2014

Moin Egon. Ich bin dann mal off-topic (sorry ^^) Ich fand das mit den Heizkörpern witzig...

The_Soap92 26. Apr 2014

warum Seiten wie Instagram, Facebook und Tumblr größtenteils nur B***sh** sind, wenn man...

Anonymer Nutzer 25. Apr 2014

Klar,daher vermisse ich auch Angaben zu Zeiten und ich verstehe nicht wie das mit...

AlexanderSchäfer 25. Apr 2014

Auch wenn ich das Paper jetzt nur mal kurz überflogen habe scheint mir das Vorgehen doch...



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