Insta360 X6: Neue 360-Kamera soll Aufnahmen räumlich verstehen
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Gut ein Jahr nach der X5 hat Insta360 mit der X6 ein neues Spitzenmodell seiner 360-Grad-Kameras vorgestellt. Neben größeren Sensoren und höheren Bildraten setzt der Hersteller auch auf KI. Besonders spannend: Die X6 soll nicht nur alles rund um die Kamera aufnehmen, sondern auch verstehen, was in der Umgebung um sie herum passiert.
Dafür entwickelte Insta360 ein eigenes KI-Modell namens Panomind. Anders als herkömmliche Systeme zur Videoanalyse soll es nicht nur einen flachen Bildausschnitt untersuchen, sondern eine vollständige sphärische Szene erfassen können.
Trainiert wurde Panomind nach Herstellerangaben mit mehr als 10.000 Stunden 360-Grad-Material aus über 30 unterschiedlichen Szenarien.
Das Prinzip passt besonders gut zu 360-Grad-Kameras: Statt schon bei der Aufnahme festzulegen, wohin die Kamera zeigt, wird zunächst die komplette Umgebung aufgezeichnet.
Der gewünschte Bildausschnitt kann anschließend frei gewählt werden. Panomind soll diesen Arbeitsschritt teilweise übernehmen und etwa erkennen, an welcher Stelle einer Aufnahme etwas Interessantes geschieht.
KI übernimmt die Kameraführung
Ein sogenannter KI-Regisseur analysiert das Material automatisch, sobald die X6 zum Laden angeschlossen wird, und erstellt dabei ein Highlight-Video. Die Verarbeitung erfolgt direkt auf der Kamera und nicht in der Cloud.
Alternativ kann eine Automatik auch Bildausrichtung, virtuelle Kamerabewegungen, Schnitte, Musik und Übergänge übernehmen. Für die gezielte Bearbeitung per Texteingabe gibt es außerdem Moments Pro in der Insta360-Cloud, das auf Google Gemini basiert.
Die dafür nötigen Bilder liefern zwei speziell entwickelte, quadratische Sony-Sensoren im Format 1/1,1 Zoll. Ihre Fläche ist laut Insta360 33 Prozent größer als bei der X5; pro Bild soll die Kamera dadurch rund viermal mehr Licht erfassen.
Zwei größere Sony-Sensoren
Insta360 spricht von einer Bildqualität auf 1-Zoll-Niveau. Für die Verarbeitung stecken ein 4-nm-Prozessor mit acht Kernen und 3,3 GHz sowie zwei zusätzliche Imaging-Chips in der Kamera.


