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Insta360 Luna Ultra im Test: So einfach waren professionelle Selfies noch nie

Die mit Leica entwickelte Insta360 Luna Ultra ist dank Fernbedienung und toller Bildqualität die fast perfekte Kamera für Selbstaufnahmen.
/ Peter Steinlechner
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Die Insta360 Luna Ultra im Einsatz (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
Die Insta360 Luna Ultra im Einsatz Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. Insta360 Luna Ultra im Test: So einfach waren professionelle Selfies noch nie
  2. Schöne Farben und starker Zoom
  3. Insta360 Luna Ultra: Verfügbarkeit und Fazit

Wer auf Reisen oder beim Wandern ein Foto und Video von sich selbst etwa in der Totalen machen möchte, kennt das Problem: Kamera aufstellen, zurücklaufen, kontrollieren, ob man überhaupt richtig im Bild steht, wieder zur Kamera sprinten, den Ausschnitt korrigieren und das Ganze noch einmal.

Alternativ lässt sich oft ein Smartphone als Fernbedienung nutzen oder ein Selbstauslöser aktivieren. Beides funktioniert, fühlt sich aber selten wirklich elegant an. Genau hier setzt die Insta360 Luna Ultra an.

Während meines Tests habe ich die Kamera immer wieder einige Meter entfernt auf einem Felsen, einem Geländer oder einem 2-Meter-Selfie-Stick platziert. Statt ständig zwischen Standort und Kamera hin- und herzuflitzen, konnte ich auf der Fernbedienung direkt sehen, was die Kamera sieht.

Der Bildausschnitt lässt sich verändern, die Kamera schwenken, zoomen und anschließend ein Foto oder Video auslösen. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, verändert die Praxis aber massiv. Für Solo-Reisen, Wanderungen, Vlogs oder Gruppenfotos ohne fremde Hilfe spielt Luna Ultra damit eine Stärke aus, die man bei klassischen Kameras oder Smartphones kaum findet.

Der abnehmbare 2-Zoll-Touchscreen ist das eigentliche Alleinstellungsmerkmal. Er zeigt nicht nur das Livebild an, sondern erlaubt die vollständige Steuerung der Kamera inklusive Zoom, Tracking und Gimbal-Ausrichtung.

Insta360 Luna Ultra - Datenblatt
Insta360 Luna Ultra
Sensor1-Zoll-Sensor (Hauptkamera) + 1/1,3-Zoll-Sensor (Telekamera)
ProzessorTriple AI Chip-System (1x AI-Prozessor + 2x dedizierte Imaging-Chips)
Blende / Brennweitef/1,8 bei 20 mm (Hauptkamera), f/2,0 bei 60 mm (Telekamera)
Größe169,9 × 52,4 × 38,5 Millimeter
Gewicht233 Gramm (Schwarz) bzw. 235 Gramm (Weiß)
Max. Videoauflösung8K30 (7.680 × 4.320 Pixel)
Open Gate8K30 in 4:3
HDR / FarbprofileDolby Vision HDR, 10-Bit I-Log
Max. Bitrate120 MBit/s
Zeitlupebis 4K120, 2,7K120 und 1080p240
Fotoauflösung / Pixelmaßebis 37 MP / 7.040 × 5.288 Pixel (4:3) oder 7.680 × 4.320 Pixel (16:9)
FotoformateJPG, DNG-Raw
BildstabilisierungMechanischer 3-Achsen-Gimbal
Mikrofone4
Audio48 kHz, 32 Bit, AAC; Windschutz integriert
Display2-Zoll-OLED-Touchdisplay (abnehmbar)
Datenspeicherintern 47 GByte, MicroSD bis 1 TByte
Akku / Laufzeit1.550 mAh (Kamera) + 210 mAh (Display); bis zu 240 Minuten laut Hersteller
Ladezeit80 Prozent in ca. 23 Minuten (45 Watt)
AnschlüsseUSB-C 3.0
FunkWLAN 6, Bluetooth sowie drahtlose Kopplung mit der Insta360 Mic-Serie
Mountsnur 1/4-Zoll-Gewinde
Wasserdichtkeine Herstellerangabe

Die nutzbare Entfernung liegt in der Praxis grob bei 10 bis 20 Metern. Das deckt sich erstaunlich gut mit der Distanz, ab der man ohne Zoom ohnehin schnell zu klein im Bild wird.

Praktisch ist auch, dass die Verbindung nach einem kurzzeitigen Abbruch automatisch wiederhergestellt wird. Wenn die Kamera beispielsweise im Fenster eines Gebäudes platziert wird und man dann durch das Treppenhaus nach unten rennt, verbindet sich das System später selbstständig wieder. Im Alltag funktioniert das angenehm unauffällig.

Abgesehen von der Fernbedienung kann die Luna Ultra mehr als jede Smartphonekamera. Sie verfügt über einen mechanischen Drei-Achsen-Gimbal, ein Teleobjektiv und leistungsfähiges Tracking in einem vergleichsweise kompakten Gerät.

Jede dieser Funktionen gibt es auch anderswo, die Kombination aus allen Merkmalen ist derzeit aber ungewöhnlich; bei der in vielen Punkten vergleichbaren Osmo Pocket 4 von DJI (Test auf Golem) muss man die App auf seinem Smartphone für die Fernsteuerung verwenden, was umständlicher ist.

Anders als Actioncams (Gopro) verlässt sich die Luna Ultra nicht allein auf elektronische Stabilisierung. Die Kamera kann aktiv geschwenkt werden und Bewegungen direkt mechanisch ausgleichen. Zusammen mit dem Tracking ergeben sich dadurch Aufnahmen, die oft eher an einen Kameramann erinnern als an eine kompakte Reisekamera. Besonders bei längeren Brennweiten zahlt sich das aus.

Bei der Bildqualität hinterlässt die Luna Ultra einen hervorragenden Eindruck. Die gemeinsam mit Leica entwickelte Kamera setzt auf einen großen 1-Zoll-Sensor sowie Leica-Summicron-Optik. Fotos und Videos wirken scharf, detailreich und gleichzeitig angenehm natürlich.


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