Insta360 Luna Ultra: Verfügbarkeit und Fazit
Der Akku und die Objektivabdeckung können vom Nutzer nicht selbst ausgetauscht werden, die Kamera ist nicht wasserdicht. Was Zubehör angeht: Besonders interessant erscheint die optionale Weitwinkel-Vorsatzlinse, die den Bildwinkel auf bis zu 108 Grad erweitert – allerdings das Zusammenklappen etwas umständlicher macht. Hinzu kommen ND-Filter, Black-Mist-Filter, ein Kopf-Tracker für POV-Aufnahmen, verschiedene Griffe, Mikrofone und Transportlösungen.
Die Insta360 Luna Ultra(öffnet im neuen Fenster) wird in Schwarz und Weiß angeboten. Das Standard-Bundle kostet 730 Euro. Darüber hinaus gibt es weitere Pakete mit zusätzlichem Zubehör. Zum Zeitpunkt des Tests war die Kamera bereits in einigen Regionen erhältlich, für Deutschland steht der reguläre Verkaufsstart noch aus.
Fazit
Die Insta360 Luna Ultra hat mich im Test fast schon begeistert. Grund ist die Kombination aus ausgezeichneter Bildqualität sowie der Fernsteuerung und dem motorisierten Gimbal. Dadurch entstehen Möglichkeiten bei Selfies und Selbstaufnahmen, die mit anderen Kameras deutlich mehr Aufwand erfordern.
Mit der Luna Ultra funktioniert es wunderbar unkompliziert, das Bild aus der Distanz neu auszurichten, den Ausschnitt anzupassen und anschließend auszulösen. Für Fotos braucht es wegen einer minimalen Verzögerung per Remote zwar etwas Übung, um den perfekten Moment zu erwischen. Danach klappt das aber zuverlässig.
Mir gefällt auch die Bildqualität. Fotos und Videos wirken scharf, detailreich und überzeugen mit angenehmen Farben. Wer möchte, kann auf Log-Profile zurückgreifen und das Material später bearbeiten.
Selbst der Zoom ist deutlich besser nutzbar, als ich es von einer so kompakten Kamera erwartet hätte. Ich persönlich hätte mir nur etwas mehr Weitwinkel gewünscht; immerhin bietet Insta360 dafür eine optionale Vorsatzlinse an.
Die Bedienung ist einfach, alle wichtigen Optionen sind schnell erreichbar und die Kamera wirkt insgesamt sehr durchdacht. Die maximale Bitrate von 120 MBit/s klingt auf dem Papier zwar weniger beeindruckend als bei manchen Konkurrenten. In der Praxis zählt jedoch das Ergebnis – und das fällt hier sehr gut aus.
Interessant ist auch, wie stark die Kamera viele Entscheidungen rund um Schärfentiefe und Hintergrundunschärfe selbst übernimmt. Bei einer Systemkamera hat man mehr Kontrolle, die Algorithmen der Luna Ultra liefern aber meist genau den gewünschten Look.
Der einzige echte Unsicherheitsfaktor betrifft die Langzeitnutzung. Eine offizielle Wasserdichtigkeit gibt es nicht, und der mechanische Gimbal wirft zwangsläufig die Frage auf, wie gut die Konstruktion mehrere Jahre mit Wanderungen, Reisen und dem unvermeidlichen Herumrutschen in Rucksack oder Koffer verkraftet.
Die mitgelieferte Schutzhülle gefällt mir zwar ausgesprochen gut, für eine abschließende Bewertung fehlen aber noch Langzeiterfahrungen. Hinzu kommt, dass weder Akku noch Objektive vom Nutzer selbst ausgetauscht werden können.
Wer über diese Hardware-Einschränkungen hinwegsehen kann, bekommt mit der Luna Ultra ein extrem smartes Kreativwerkzeug mit Möglichkeiten, die bislang oft einen zweiten Menschen hinter der Kamera erfordert hätten.
Peter Steinlechner fotografiert und filmt seit vielen Jahren mit allem, was Sensor und Objektiv besitzt – von Actioncams über Drohnen bis hin zu Systemkameras. Wenn er unterwegs ist, hat er fast immer mindestens eine Kamera dabei. Für ihn sind Geräte wie die Insta360 Luna Ultra, die das Filmen ohne zusätzliche Hilfe deutlich vereinfachen, besonders spannend.

