Der Inspector inspiziert

Zwar eignet sich der Copter als fliegende Kamera für die Videoproduktion. Konzipiert ist er aber - wie der Name es schon nahelegt - für Inspektionseinsätze. Dabei werden Bauwerke abgeflogen und auf Schäden untersucht: Gebäude, Brücken, Dämme, Schornsteine, Strommasten oder Windkrafträder. Statt einen Menschen auf diese Bauwerke klettern zu lassen, werden sie mit dem Copter abgeflogen. Das ist gerade bei hohen Bauwerken, etwa einer Brücke, nicht nur weniger gefährlich, sondern auch schneller.

  • Der Octocopter Inspector S von Height Tech (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Drohne ist mit einer Systemkamera von Sony ausgestattet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kamera ist auf einem Gymbal vor dem Rumpf montiert und kann nach oben geschwenkt werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Octocopter fliegt auch bei relativ viel Wind noch stabil. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Über die Fernsteuerung werden der Copter und die Kamera bedient. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Drohne streamt Bilder auch auf einen weiteren Monitor. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Gedacht ist das Fluggerät unter anderem für die Inspektion von Bauwerken. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Gedacht ist das Fluggerät unter anderem für die Inspektion von Bauwerken. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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Weiterer Vorteil: Der Copter kann beispielsweise in einer Industrieanlage Bereiche anfliegen, die sonst nur schwer zugänglich sind. Außerdem können manche Anlagen, etwa ein Schornstein, mit dem Copter im laufenden Betrieb inspiziert werden. Für einen Kletterer müsste er abgeschaltet werden.

Land- und Forstwirte suchen nach Tieren

Landwirte und Förster können mit dem Copter ihre Felder oder Waldstücke abfliegen und sich über den Zustand der Pflanzen informieren. Der Copter kann auch mit einer Multispektralkamera ausgestattet werden, um den Schädlingsbefall an Nutzpflanzen zu erkennen. Mit einer Infrarotkamera kann Wild aufgespürt werden: Jäger können sich so einen Überblick über den Bestand verschaffen. Landwirte können Felder vor der Ernte abfliegen, um Rehkitze zu finden und aus dem Feld zu entfernen.

Schließlich werden die Copter in der biologischen Schädlingsbekämpfung gegen Maiszünsler eingesetzt, einen Schädling, der den Mais angreift. Sie werfen über Maisfeldern kleine Kugeln mit Eiern der Schlupfwespe Trichogramma brassicae ab. Wenn die Wespen schlüpfen, legen sie ihre Eier in die Gelege des Schmetterlings, so dass daraus kleine Wespen und keine Schädlinge schlüpfen.

Drohne bringt Defibrillator

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Die Copter eignen sich schließlich auch als Transporter: Height Tech hat schon die Auslieferung von Medikamenten getestet. Außerdem hat das Unternehmen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen den Deficopter entwickelt: Der Copter transportiert einen Defibrillator zu einem Einsatzort mit einem kardiologischen Notfall. Der Pilot löst dort das Gerät aus, das dann, von einem Fallschirm gebremst, zu Boden fällt.

Der Deficopter wird in Schweden getestet. In Deutschland sind die beiden Transportanwendungen wegen der Rechtslage derzeit nur bedingt möglich.

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 Inspector S angeschaut: Der Copter, der unter Brücken schaut
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