Insomniac Games: Millionen für X-Men - und Micker-Gewinn für Xbox-Spiel

Im Jahr 2014 galt das Actionspiel Sunset Overdrive ( Test auf Golem.de ) als einer der wichtigsten Exklusivtitel für die Xbox One. Dem Entwicklerstudio Insomniac Games hat es aber nicht viel eingebracht.
Jedenfalls ist jetzt aus einer geleakten Präsentation bekannt geworden, dass der Hersteller gerade mal einen Profit von 567 US-Dollar erzielt hat. Das dürfte noch nicht mal gereicht haben, um das Team zum Essen einzuladen.
Die Angaben stammen aus internen Präsentation und Mails, die eine Ransomware-Gruppe abgegriffen und im Netz veröffentlicht hat . Insomniac Games zahlte offensichtlich nicht die geforderten 50 Bitcoin (rund 1,9 Millionen Euro), die von den Erpressern gefordert waren.
Sunset Overdrive war damals das erste Exklusivspiel von Insomniac Games für die Xbox, und es dürfte auf absehbare Zeit auch das letzte sein: Seit 2019 gehört das Studio zu Sony.
Mit den nun veröffentlichten Daten wurde auch bekannt, dass die beiden Firmen sich von Marvel bis 2035 die Exklusivrechte an X-Men gesichert haben, wie Windows Central(öffnet im neuen Fenster) meldet. Sprich: Bis dahin wird es keine X-Men auf Xbox geben.
Außerdem sind Informationen über die Budgets einer Reihe von Spielen aufgetaucht. Das im Oktober 2023 veröffentlichte Spider-Man 2 soll 315 Millionen US-Dollar gekostet haben.
Bei einem prognostizierten Abverkauf von 10,5 Millionen Exemplaren sollen die Macher 75 Millionen US-Dollar Gewinn machen. So jedenfalls die Daten - bei denen aber nicht klar ist, von wann genau sie stammen und ob sie noch aktuell sind.
Das gilt auch für die weiteren geleakten Angaben. Der Roadmap für Insomniac Games zufolge steht für 2025 die Veröffentlichung eines Marvel-Spiels mit Venom auf der Agenda, Wolverine ist für 2026 geplant und Spider-Man 3 für 2028. Im Jahr 2029 soll es ein neues Ratchet & Clank geben und 2030 einen weiteren X-Men-Titel.
Spider-Man 3: rund 385 Millionen US-Dollar
Das genannte Venom-Spiel soll laut IGN(öffnet im neuen Fenster) den Untertitel Lethal Protector tragen und eher ein mittelgroßer Titel werden - so ähnlich wie Miles Morals für das erste Spider-Man, mit einer Kampagne von acht bis zehn Stunden. Die Angaben passen durchaus zum Ende von Spider-Man 2. Das Venom-Spiel soll dann die Brücke zu Spider-Man 3 bilden.
Das für Spider-Man 3 anvisierte Budget liegt offenbar bei 385 Millionen US-Dollar, das für Wolverine bei 305 Millionen US-Dollar. Es ist gut möglich, dass diese Zahlen so schon längst nicht mehr stimmen - sie zeigen aber, dass es offensichtlich durchaus Unterschiede in der Bedeutung der Superhelden gibt.
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Für viele der genannten Titel sind Hinweise auf Ableger mit dem Namenszusatz "online" zu finden. Dabei dürfte es sich um irgendeine Form von Multiplayer handeln, allerdings könnten die entsprechenden Pläne schon längst wieder eingestellt sein.
Aus heutiger Sicht, wo sich immer mehr herausstellt, welche Schwierigkeiten etwa Live-Service-Games darstellen können ( siehe Naughty Dog ), erscheint ein Überangebot an Superhelden-Onlinespielen wenig marktfähig.



