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Insolvenz: Mtgox richtet Hotline ein

Investoren und Kunden können sich in Japan telefonisch Informationen über die insolvente Bitcoin-Börse einholen. Allerdings bleiben die Auskünfte spärlich.
/ Jörg Thoma
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Mtgox ist insolvent. (Bild: Mtgox/Screenshot: Golem.de)
Mtgox ist insolvent. Bild: Mtgox/Screenshot: Golem.de

Auf der Webseite von Mtgox sind inzwischen Informationen zu dem Insolvenzantrag der Bitcoin-Börse in japanischer und englischer Sprache veröffentlicht worden. Offiziell hat die Mtgox Ausstände in Höhe von 6,5 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 64 Millionen US-Dollar. Das verbleibende Vermögen gibt die Börse mit 38 Millionen US-Dollar an. Über eine Hotline können sich Investoren und Kunden informieren. Allerdings melde sich dort nur sporadisch eine Mitarbeiterin, die kaum englisch spreche, meldet die Webseite The Register(öffnet im neuen Fenster) .

In der Mitteilung spricht Mtgox von einem massiven Diebstahl. Insgesamt sollen 850.000 Bitcoins gestohlen worden sein; 750.000 gehörten Kunden, 100.000 der Bitcoin-Börse. Der Diebstahl soll aufgrund des Transaction Mallability Bugs erfolgt sein. Allerdings seien die Zahlen nur vorläufig und auch die Täter noch unbekannt. Es gelte zunächst, eine große Anzahl von Transaktionsberichten zu analysieren.

Ermittlungen des FBI

Gerüchte über eine mögliche Insolvenz kursierten bereits seit einigen Wochen. Die Bitcoin-Börse hatte aufgrund eines Diebstahls und einer Schwachstelle im Bitcoin-Protokoll mit massiven Verlusten zu kämpfen. Außerdem beklagten sich Kunden und Investoren immer wieder über eine undurchsichtige Informationspolitik.

Zuletzt wurden geheime Papiere veröffentlicht , in denen mögliche Ausstiegsszenarien aufgezählt werden, darunter eine Neugründung unter dem Namen Gox und ein Umzug nach Singapur. Mtgox-Chef Mark Karpelès hatte die Echtheit der Dokumente bestätigt, es soll sich aber lediglich um Entwürfe handeln. Vor wenigen Tagen hatte das FBI Ermittlungen gegen Mtgox eingeleitet(öffnet im neuen Fenster) und die Herausgabe von Dokumenten gefordert. Ob die Ermittlungen im Zusammenhang mit der bevorstehenden Insolvenz stehen, ist nicht klar. Karpelès darf nach eigenen Angaben nicht über den Fall sprechen.


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