Insolvenz: Loewe will mehrere Kaufangebote haben

Der deutsche TV-Hersteller Loewe ist vom Gläubigerschutz direkt in das Insolvenzverfahren gegangen. Jetzt gilt es, schnell einen Käufer zu finden. Die Werkshalle soll einer Geisterstadt gleichen.

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Loewe-Fernseher auf der Ifa 2012
Loewe-Fernseher auf der Ifa 2012 (Bild: Thomas Peter/Reuters)

Das Schutzschirmverfahren für Loewe ist in ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung übergegangen. Das gab das Unternehmen am 1. Oktober 2013 bekannt. Das Insolvenzgericht Coburg habe einem entsprechenden Antrag der Unternehmensführung zugestimmt. Im Juli 2013 musste das Unternehmen mit Hauptsitz im oberfränkischen Kronach einen Antrag auf Gläubigerschutz stellen.

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In den vergangenen Tagen seien mehrere schriftliche Absichtserklärungen zu Kaufangeboten eingegangen, so Loewe-Chef Matthias Harsch. Im nächsten Schritt würden nach Durchführung weiterer Prüfungen "Endverhandlungen" geführt. Sowohl die begleitenden Banken als auch die Bayerische Staatsregierung zeigten weiterhin die Bereitschaft, die Restrukturierung von Loewe im Zuge des Einstiegs eines Investors konstruktiv zu begleiten, sagte er.

Doch nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) machen die Investoren strenge Auflagen. So wurden nochmals rund 140 Beschäftigte gekündigt, die meisten sollen in einer Transfergesellschaft landen. In den vergangenen Monaten wurden bei Loewe bereits 180 Stellen abgebaut. Damit sind noch 650 Mitarbeiter in dem Unternehmen.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte im Falle einer Übernahme eine Staatsbürgschaft in Aussicht gestellt. Innerhalb der nächsten Wochen müssen die Gläubiger dem Insolvenzverfahren aber zustimmen. Wenn bis dahin kein Geldgeber gefunden wird, wird die Insolvenz in Eigenverwaltung beendet und die Regelinsolvenz eingeleitet. Eine Vertriebspartnerschaft mit dem chinesischen Elektronikhersteller Hisense ist für Loewe aber offenbar nicht mit einer Investition verbunden.

Die Fertigung in Kronach gleiche einer Geisterstadt, beschreibt eine unternehmensnahe Quelle dem Bayerischen Rundfunk die Situation: "Viele Bänder stehen still, weil einfach kein Material vorhanden ist und faktisch das Geld fehlt, welches zu beschaffen."

Nach Informationen des Senders ist der Umsatz in den vergangenen Monaten erneut deutlich zurückgegangen, was die Investorensuche weiter erschwert habe. Nach einem Verlust im Jahr 2012 erlitt Loewe auch im ersten Halbjahr 2013 einen deutlichen Umsatzrückgang um 39 Prozent auf 76,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel auf einen Verlust von 24,2 Millionen Euro.

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jack_torrance 03. Okt 2013

Gerade Waschmaschinen sind ein gutes Beispiel dafür, dass es physikalische Potentiale...

cepe 02. Okt 2013

du hast du +50% Apple Aufschlag (wir wollen ja nicht zu gierig sein) vergessen. Da geht...


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