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Mit dem ursprünglichen Atari hat das zuletzt insolvent gegangene Atari nichts mehr zu tun.
Mit dem ursprünglichen Atari hat das zuletzt insolvent gegangene Atari nichts mehr zu tun. (Bild: Bill Bertram/CC-BY-2.5)

Bye-bye Europe!

GT Interactive - kurz nach der Übernahme in Infogrames, Inc. umbenannt - bildete künftig die wichtigste Stütze der Franzosen. Durch das weit verzweigte Distributionsnetzwerk der neuen Tochter erreichte der Konzern zunehmend die US-amerikanischen Verbraucher, generierte 2003 bereits 65 Prozent seines Umsatzes in der Neuen Welt.

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Dadurch erhielt auch die US-Niederlassung, die ab 2003 schließlich unter dem traditionsreichen Namen Atari, Inc. firmierte, große Bedeutung innerhalb des Konzerns. Atari, Inc. verwaltete sämtliche US-Operationen, wozu unter anderem die Mehrzahl der hauseigenen Entwicklungsstudios wie Reflections Interactive (Driver) oder Shiny Entertainment (Enter the Matrix) zählten.

Auch die mit der Übernahme von Hasbro Interactive erworbene Rollenspiellizenz Dungeons & Dragons lag in den Händen der Inc., die daraus mit wechselhafter Qualität Spiele wie Neverwinter Nights, Der Tempel des Elementaren Bösen oder Dragonshard entwickeln ließ. Doch durch die Übernahme stieg nicht automatisch auch die Effizienz der alten GT Interactive. Erschwerend hinzu kam ein durch die Expansion enorm angewachsener Schuldenberg des Infogrames-Mutterkonzerns. Nach langen Querelen wegen eines zu geringen Aktienwerts flog Atari, Inc. aus der Technologiebörse Nasdaq und musste von der Konzernmutter vollständig übernommen werden. Doch auch diese geriet zunehmend ins Strudeln.

Atari verlässt Europa

Im April 2007 verließ Firmengründer Bonnell das Unternehmen, die Nachricht führte zu einem 24-prozentigen Kursanstieg der Infogrames-Aktie. Noch einmal folgte ein Franzose an der Spitze, der Manager Patrick Leleu. Doch er war der letzte Europäer in einer nun folgenden Kette von kurz aufeinander wechselnden Geschäftsführern. Nach nicht mal einem Jahr verabschiedete sich Leleu bereits wieder. Seine Nachfolge bestand aus einer Doppelspitze, als CEO der frühere EA-Manager David Gardner und als President der Brite und frühere Sony-Manager Phil Harrison.

Unter diesen beiden wurde das Unternehmen 2008/20009 vollends seiner europäischen Identität beraubt. Sie benannten die Konzernmutter Infogrames nun ebenfalls in Atari um und veräußerten Atari Europe an den japanischen Publisher Namco Bandai.

Infogrames/Atari war zu einem rein US-basierten Unternehmen geworden, das nur noch durch einen Gesellschaftsvertrag und die Listung an der Pariser Börse an den alten Kontinent gebunden war. Die Umsätze allerdings wurden weitgehend von der 100-prozentigen Tochter Atari, Inc. generiert. Zuvor selbst von ständigen Managerwechseln betroffen, operierte diese seit März 2008 unter der Leitung eines gewissen Jim Wilson.

Mit dem Ausscheiden Gardners als Chef der Konzernmutter im Dezember 2009 - Harrison hatte sich bereits im Mai in die zweite Reihe verabschiedet - wurde der frühere THQ- und Take-2-Manager Jeff Lapin neuer Unternehmensleiter, der die Geschäfte aber nicht mehr vom Unternehmenssitz in Lyon aus führte, sondern aus seinem Privatbüro in Los Angeles. Unter seiner Ägide wurde der Firmensitz der Holding von Lyon nach Paris verlegt. Als auch Lapin nach gerade mal einem Jahr Atari wieder verließ, war es nur konsequent, dass fortan Jim Wilson in Personalunion nun auch die Leitung der Konzernmutter übernahm.

 Insolvenz: Atari ist tot, oder?Nicht zu retten 

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KarlaHungus 17. Jul 2013

Gabs auf keinen Fall. Musst Du Dir ausgedacht haben! Oder Du hast nicht gelesen was hier...

planet_irata 17. Jul 2013

Meine Idee wäre für je $10 eine email-Adresse unter atari.com. Und besonders bedeutende...

Arkarit 16. Jul 2013

Himmel! Wie viele Einfamilienhäuser hast du denn für die 4GB hinlegen müssen?

Arkarit 16. Jul 2013

den gabs ;-)

nf1n1ty 16. Jul 2013

Stimmt :D Du glaubst nicht, wie ich das damals gefeiert habe: "Commandos im Wilden...



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