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Inside Tumucumaque: Sei ein Frosch!

Ab 7. Mai 2019 macht die VR-Simulation Inside Tumucumaque Museumsbesucher zu Dschungeltieren. Wir haben mit den Machern über die aufwendige Produktion gesprochen und sie vorab ausprobiert - und waren giftig, schuppig, haarig, scharfsichtig und beeindruckt.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Zwei Pfeilgiftfrösche
Zwei Pfeilgiftfrösche (Bild: IMF)

So ist es also, mit einem Kaiman zu schwimmen! Am Rand des Flusses verliert sich der Blick im grünen Dickicht. Tauchen wir den Kopf unter Wasser, gleitet der massige, geschuppte Körper des Krokodils an uns vorbei - zum Glück ist die Echse nicht bissig und das Wasser nicht nass in unserer Simulation Inside Tumucumaque.

Inhalt:
  1. Inside Tumucumaque: Sei ein Frosch!
  2. Wir werden zum Tier

Der Schwarze Kaiman ist eines von fünf Tieren, deren Perspektive wir mittels VR-Headset übernehmen können. Die VR-Installation ist ein Gemeinschaftsprojekt der Berliner Firmen Interactive Media Foundation (IMF), Filmtank und Artificial Rome. Vom 7. bis 11. Mai 2019 können Museumsbesucher sie im Hamburger Bahnhof in Berlin ausprobieren. Danach wird sie in weiteren Museen gezeigt.

Wer möchte, kann in der Simulation als Harpyie durch die Wipfel fliegen, als Vampirfledermaus in einer Höhle abhängen oder per Echolot jagen, als Pfeilgiftfrosch über Baumstämme hüpfen oder als Goliath-Vogelspinne über den Waldboden krabbeln. Die Wahrnehmung der Tiere wird dabei für uns Menschen übersetzt - was beeindruckend gelingt, wie wir beim Ausprobieren vorab festgestellt haben.

"Wir wollen Neugierde wecken, sich stärker mit Forschung zu beschäftigen - und mit dem Themengebiet Amazonas", sagt Ina Krüger, die das Projekt als Creative Director geleitet hat, gemeinsam mit ihrem Kollegen Patrik de Jong. "Und die Menschen dafür sensibilisieren, sich mehr für die Erhaltung dieser einzigartigen Natur zu engagieren." Tumucumaque ist der Name eines der weltweit größten Regenwaldschutzgebiete, das im Nordosten Brasiliens liegt - und das, auch wegen der Regierungswechsel im Land, zunehmend von Abholzung bedroht ist. Die Frage war, wie sich solches Wissen wissenschaftlich authentisch und dabei neuartig, spannend und emotional inszenieren lässt. Die einjährige Produktion begann denn auch mit sorgfältiger Recherche.

Einen Dschungel neu erschaffen

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"Wir haben die Tiere nach bestimmten Wahrnehmungsspezifika ausgewählt. Und natürlich müssen sie auch in Tumucumaque beheimatet sein", erzählt Krüger. Als virtuellen Lebensraum konstruierten die Entwickler mit der Unity-Engine ein 400 Hektar großes Regenwaldgebiet mit Lichtung, Wasserfall, Flusslandschaft und Felsen. Dann fügten sie einen Tag-Nacht-Wechsel im 24-Stunden-Zeitraffer ein. Bei der Konstruktion der Tiermodelle achteten sie auf das kleinste Detail bei Skelett, Bewegungen und Geräuschen - etwa darauf, wie sich die Federn der Harpyie im Flug aufstellen.

"Die größte Herausforderung war der Detailreichtum", berichtet Ina Krüger. "Wir haben über 7.500 Pflanzen in 3D gepflanzt. Jede einzelne Gattung wurde von Experten des Botanischen Gartens in Berlin und Museums für Naturkunde Berlin überprüft und als authentisch befunden." Bei IMF, Filmtank und Artificial Rome arbeiteten 15 bis 20 Leute an der Experience, die Programmierer inklusive.

Im Aktionsraum des Hamburger Bahnhofs stehen in Berlin Besuchern zwei Varianten der Experience zur Verfügung: eine Roomscale-Version mit dem HTC Vive Pro und eine reduzierte 360-Grad-Version, die auf insgesamt sechs Oculus-Go-Headsets läuft. Wir konnten vorab beide Versionen ausprobieren. Kaum haben wir das Vive Pro aufgesetzt, befinden wir uns auch schon mitten auf einer Regenwaldlichtung - unser Blick schweift hoch zu den Wipfeln, die Baumstämme hinab und über den blätterbedeckten Waldboden hinüber zu einem kleinen Fluss mit Wasserfall. Und dann wird es tierisch.

Wir werden zum Tier 
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schueppi 16. Mai 2019

Wär interessant zu wissen ab wann man so etwas für VR Zuhause bekommt. Das könnte...


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