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Inside Bill's Brain rezensiert: Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos

Einer der erfolgreichsten Menschen der Welt ist eben auch nur ein Mensch: Die Netflix-Doku Inside Bill's Brain - Decoding Bill Gates zeichnet das teils emotionale Porträt eines introvertierten und schlauen Nerds, schweift aber leider zu oft in die gemeinnützige Arbeit des Microsoft-Gründers ab.

Eine Rezension von veröffentlicht am
Bill Gates denkt viel nach.
Bill Gates denkt viel nach. (Bild: Netflix)

Chaos: Dieses Wort fasst die Erzählstruktur der Netflix-Dokumentation Inside Bill's Brain - Decoding Bill Gates ganz gut zusammen. Auf der einen Seite erfahren Zuschauer etwas mehr über den Microsoft-Gründer und Multimilliardär, der durch seine Erfolge häufig übernatürlich wirkt. Doch gerade, wenn es emotional wird, schneidet Macher und Regisseur Davis Guggenheim abrupt zu den Errungenschaften der Bill & Melinda Gates Foundation - als wäre dies eine Bedingung des Produzenten Netflix gewesen.

Inhalt:
  1. Inside Bill's Brain rezensiert: Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos
  2. Der nachdenkliche Nerd

Dabei lassen gerade die anfangs sporadischen Referenzen auf sein Leben Gates menschlicher wirken. In solchen Momenten macht es Spaß, aus dem Leben des offensichtlich brillanten, aber introvertierten Geeks zu erfahren. "Er ist irgendwie komisch, seine Freunde sind komisch, sie sind irgendwie nerdig", sagt seine eigene Schwester im Interview.

Jede der drei etwa 50-minütigen Folgen beleuchtet ein Projekt der Organisation: eine nachhaltige Toilette, den Kampf gegen das Poliovirus in Afrika und die Entwicklung eines automatisierten Nuklearreaktors. Auch aktuelle politische Gegebenheiten wie die Trump-Regierung und einen gesellschaftlichen Kommentar lässt Guggenheim einfließen.

Eine Metapher für das Chaos im Kopf?

Eventuell ist das sprunghafte und teilweise komplett zusammenhanglose Erzählen zweier Geschichten auch als Metapher für Gates' Denkweise zu verstehen. Seine Frau Melinda bezeichnet sein Gehirn mit einem Lächeln auf dem Gesicht nämlich schlicht ebenfalls als Chaos. Auch zieht sie Parallelen zwischen ihm und einem Mehrkernprozessor: Er verarbeite gleichzeitig Wissen und sein gesellschaftliches Leben. Die erratischen Sprünge und teils zusammenhanglosen Handlungswechsel stören aber beim Porträt einer spannenden Persönlichkeit der jüngeren Geschichte.

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Es hilft zudem nicht, dass die erste von drei Folgen viele interessante Punkte aus Gates' Leben außen vor lässt. Stattdessen steigt die Serie buchstäblich mit Fäkalien ein, wenn es um die Entwicklung von sich selbst reinigenden Toiletten geht. Wir verfolgen, wie Gates auf seiner Reise rund um die Welt das Projekt realisieren will. An sich ist das in einer interessanten, verständlichen und anschaulichen Weise mit Animationen und Diagrammen erzählt. Es hätte allerdings eher in eine separate Dokumentation gepasst und wirkt hier fehl am Platz.

Zumindest erhalten wir schon zu Beginn einen kleinen Einblick in Bill Gates' Arbeitsweise. Die ist überraschend analog: Er steht gern mit Stift vor seinem Whiteboard, zeichnet Diagramme und Programmablaufpläne mit der Hand. Einen Notizblock hat er ebenfalls immer dabei. Sogar die Wände sind vor seinen Visualisierungen nicht sicher - wie bei einem verrückten Wissenschaftler, der kurz vor einem Durchbruch steht. Interessant: Auf Reisen hat er stets einen ganzen Beutel mit wissenschaftlichen Büchern dabei - aus Papier und nicht auf dem E-Paper-Display.

Der nachdenkliche Nerd 
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sg-1 15. Okt 2019 / Themenstart

Die Rezension liest sich unnötig Kritisch. Allein dass bemängelt wird, dass man mit...

ClausWARE 11. Okt 2019 / Themenstart

Nun ja, wenn der Reichtum auf kosten aller Weggefährten "erarbeitet" wird, dann ist daran...

keinerkannalles... 06. Okt 2019 / Themenstart

I know that chaos

.02 Cents 01. Okt 2019 / Themenstart

Naja - der Rezensent sagt im Kern: wenn er den Titel recht wörtlich nimmt, entspräche der...

AciidAciid 29. Sep 2019 / Themenstart

Ich hatte mich eigentlich gefreut auf diese Doku aber als ich gesehen habe das es mehr um...

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