Insel Games: Spielehersteller wegen Fake-Reviews von Steam ausgeschlossen

Der von deutschen Managern geführte Spielepublisher Insel Games hat seine Mitarbeiter angewiesen, auf Steam positive Bewertungen eines eigenen Spiels zu veröffentlichen. Valve hat das Unternehmen nun aus dem Portal geworfen.

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Wild Buster ist nicht mehr auf Steam verfügbar.
Wild Buster ist nicht mehr auf Steam verfügbar. (Bild: Insel Games)

Das Computerspiel Wild Buster ist bislang kein Erfolg, und es wird nun wohl auch keiner mehr werden: Valve hat das Programm ebenso wie alle anderen Produkte des Publishers Insel Games von Steam ausgeschlossen. Insel Games ist ein offiziell in Malta gemeldeter, aber wohl von deutschen Managern geführter Publisher.

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Hintergrund für den Rauswurf: Auf Reddit ist am 13. Februar 2018 eine Mail aufgetaucht, in der Firmenchef Patrick Streppel seine Belegschaft relativ eindeutig anweist, das Spiel zu kaufen und dann eine Bewertung darüber zu veröffentlichen. Das bis dahin erfolglose Wild Buster müsse ein Erfolg werden, andernfalls sei die Existenz der Firma nicht zu sichern und die Arbeitsplätze seien verloren.

"Kauft das Spiel und überreicht mir die Quittung bis Freitagabend, für die ihr innerhalb von 24 Stunden erstattet werdet, oder erklärt mir morgen, warum ihr das nicht machen wollt", so der Firmenchef weiter.

Einige Tage später hat Valve von der Sache erfahren, und Insel Games mitsamt allen bislang veröffentlichten Spielen von Steam ausgeschlossen. "Der Publisher scheint mehrere Steam-Accounts verwendet zu haben, um positive Rezensionen für seine eigenen Spiele zu veröffentlichen. Dies ist ein klarer Verstoß gegen unsere Geschäftsbedingungen und etwas, das wir sehr ernst nehmen", so die Begründung im Forum.

Insel Games bestätigt die Echtheit der E-Mail

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In einer Mail an das Fachmagazin Gamestar hat Insel Games den Vorfall bestätigt und auch, dass die auf Reddit veröffentlichte Mail echt ist. Allerdings haben man die Angestellten nicht unter Druck setzen wollen, eine gefälschte Bewertung des Spiels zu veröffentlichen, sondern sie nur um Mithilfe bei der Vermarktung im Kreis der Verwandtschaft und Bekanntschaft gebeten. Man versuche, seine Spiele über andere Kanäle zu vermarkten, und suche das Gespräch mit Valve.

Für Insel Games dürfte es schwierig werden, ohne Steam auf ausreichende Stückzahlen zu kommen. Auch wenn es noch andere Downloadportale gibt, dominiert das Portal von Valve den PC-Spielemarkt doch sehr. Offizielle Daten über Marktanteile gibt es nicht, aber von Publishern anderer PC-Spiele ist unter der Hand zu hören, dass im Normalfall mindestens 70 bis 80 Prozent der Verkäufe allein über Steam laufen.

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crazypsycho 22. Feb 2018

Das hab ich nur beiläufig mitbekommt und mich nicht weiters damit beschäftigt. Da kann...

crazypsycho 16. Feb 2018

Nichts, er hat nur irgendeinen Paragraphen rausgesucht und hofft wohl, das keiner...

crazypsycho 16. Feb 2018

Nicht unbedingt. Selbst wenn man an etwas mitentwickelt und es an sich gut ist, kann es...

Subotai 16. Feb 2018

Wenn man das Spiel nicht "kauft", sondern es umsonst bekommt, steht das auch beim Review...



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