Innovationscampus: Siemens-Silicon-Valley in Berlin wird Realität
Es scheint sicher zu sein: Siemens wird in der Hauptstadt seinen Innovationscampus aufbauen. Das verkündet das Unternehmen zusammen mit dem Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf einer Pressekonferenz. Das Projekt umfasst eine Investitionssumme von etwa 600 Millionen Euro und schafft am Standort Siemensstadt im Berliner Bezirk Spandau Platz für Büros, Einkaufsmöglichkeiten, Labors, Produktionsanlagen, eine Schule und ein Hotel. Die Fläche ist knapp einen Quadratkilometer groß.
Nach Aussagen des öffentlich-rechtlichen Senders rbb(öffnet im neuen Fenster) habe sich Berlin als Standort gegen Asien und die USA durchgesetzt. Allerdings hat das Land Berlin dem Konzern wohl einige Zugeständnisse gemacht. Die Regeln des Denkmalschutzes sind gelockert worden. Siemens darf den Standort beliebig bebauen, solange Wände und Dächer der Strukturen intakt gelassen werden.
Ausbau der Infrastruktur notwendig
Außerdem soll die Infrastruktur im Bezirk entsprechend ausgebessert werden: Sowohl Straßen als auch eine ausreichend schnelle Internetverbindung will die Hauptstadt bauen. Zu diesem Zweck hatte sich Bürgermeister Müller mit dem Unternehmen mehrfach vorher beraten. Es ist wahrscheinlich, dass für den Internetausbau Glasfaser verlegt wird, da ein großes Unternehmen wie Siemens ein starkes Backbone benötigen wird.
Bereits im Sommer 2018 wurden die Pläne zum eventuellen Bau eines Siemens-Campus bekannt. Das Eckpunktepapier wird vertraulich behandelt, weshalb nicht ganz klar ist, was Siemens in Berlin produzieren und entwickeln möchte. Bürgermeister Müller hat die Möglichkeit in Aussicht gestellt, den Stadtteil Siemensstadt wieder in einen "Ankerpunkt" zu verwandeln.



