Innovations- und Zukunftscampus: Siemens will eigenes 5G-Netz in Berlin aufbauen

Siemens möchte schnell ein 5G-Netz für seinen Innovations- und Zukunftscampus in Siemensstadt. Wenn die Netzbetreiber es nicht bauen, macht der Konzern es selbst.

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Erste Reihe: Bürgermeister Michael Müller; Cedrik Neike, Vorstandsmitglied Siemens; Zweite Reihe: Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft; Siemens-Chef Joe Kaeser und Frank Bewig, Bezirksbaustadtrat
Erste Reihe: Bürgermeister Michael Müller; Cedrik Neike, Vorstandsmitglied Siemens; Zweite Reihe: Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft; Siemens-Chef Joe Kaeser und Frank Bewig, Bezirksbaustadtrat (Bild: Siemens)

Siemens will seinen geplanten Zukunftscampus in Berlin-Siemensstadt mit einem eigenen 5G-Mobilfunknetz ausstatten, falls die Telekommunikationskonzerne das Netz nicht rasch aufbauen. "Der Campus braucht die beste Internetanbindung, die es gibt", sagte Siemens-Vorstand Cedrik Neike dem Tagesspiegel. "Wir werden sehen, ob Partner 5G-Mobilfunk und Breitband liefern können. Andernfalls machen wir es selbst."

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sicherte dem Unternehmen Unterstützung zu. "Jetzt kommt es darauf an, dem Bund auch zu vermitteln, dass Berlin hier mit höchster Priorität zu behandeln ist", sagte Müller. Das habe er auch beim Bundeswirtschaftsminister angesprochen. "Die Botschaft ist angekommen." Siemens hatte Anfang der Woche angekündigt, für 600 Millionen Euro in Siemensstadt einen Innovations- und Zukunftscampus aufzubauen.

Siemens und ein großer Teil der Automobilindustrie waren die ersten, die bereits im März 2018 eine regionale Zuteilung der 5G-Frequenzen forderten.

Offiziell sollen die 5G-Netze erst im Jahr 2020 in den kommerziellen Betrieb genommen werden. Doch der 5G-Rollout startet tatsächlich schon nächstes Jahr, nicht erst im Jahr 2020, wie allgemein von den Unternehmen kommuniziert wird. Das sagte Axel Clauberg, Vice President für Infrastructure Cloud bei der Deutschen Telekom, am 24. Oktober auf dem BBWF (Broadband World Forum) in Berlin.

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Ein möglicher Anbieter für ein Siemens-Campusnetz wäre zum Beispiel Ericsson. Der Mobilfunkausrüster bietet Out-of-the-Box-Lösungen, mit denen lokale Festnetzbetreiber 5G-Netze aufspannen können. "Teil des globalen Produktportfolios von Ericsson sind unter anderem auch die sogenannten Ericsson Private Networks. Die Produkte und Lösungen kommen sowohl bei Mobilfunknetzbetreibern als auch bei großen Industrieunternehmen zum Einsatz", sagte Ericsson-Sprecher Martin Ostermeier im September 2018.

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