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Niemanden beim Abbiegen übersehen

Continental zeigt unter anderem einen Rechtsabbiegeassistenten für Pkw. Was von 2020 an für neue Lkw innerhalb der EU zur Pflicht wird, schreiben die Euro-NCAP-Sicherheitsszenarien von 2022 an auch für Pkw vor. Darum hat der Zulieferer einen Nahbereichs-Radar entwickelt, der statt mit 24 nun mit 77 Gigahertz arbeitet. Die höhere Frequenz sorgt für eine trennscharfe Auflösung. Das System erkennt neben dem Objekt auch seine Bewegungsrichtung und seine Geschwindigkeit.

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Continental verkleinert die Bauform des Radarsensors, so dass er problemlos in den vier Karosserieecken untergebracht werden kann. Erkennt das System, dass sich von hinten ein Fahrzeug oder Radfahrer nähert, können die Türen auf dieser Seite nicht geöffnet werden. Beim Rechtsabbiegen liefert ein Schulterblick oft keinen klaren Blick. Zu kleine Fenster oder die C-Säule erschweren die Sicht. Der Nahbereichssensor erkennt herankommende Radfahrer oder Fußgänger und leitet automatisch eine Bremsung ein.

Digitaler Assistent auf der Rückbank

Einen spannenden Ausblick liefert der französische Zulieferer Valeo. Mit dem Valeo Voyage setzt sich der Fahrer einen virtuellen Assistenten auf die Rückbank. Valeo nennt es Cross-Reality (XR) und nutzt dazu die bereits vorhandenen Kameras, Sensoren und das Soundsystem im Fahrzeug. Die Daten werden über eine 5G-Verbindung an ein Service-Center übertragen. Der Mitarbeiter dort sieht und hört über eine VR-Brille, was der Fahrer im Auto sieht und hört. Für den Fahrer sitzt dieser Mitarbeiter auf der Rückbank. Er sieht seinen Avatar im Rückspiegel.

  • Bosch zeigt auf der IAA 2019 ein Display mit 3D-Effekt. (Foto: Bosch)
  • Insbesondere beim Navigieren ist es praktisch, wenn der Fahrer durch die räumliche Darstellung präziser erkennt, an welcher Kreuzung er abbiegen soll. (Foto: Bosch)
  • Continental zeigt auf der IAA unter anderem einen Rechtsabbiegeassistenten für Pkw. (Foto: Continental)
  • Das System erkennt neben dem Objekt auch seine Bewegungsrichtung und seine Geschwindigkeit. (Foto: Continental)
  • Continental verkleinert die Bauform des Radarsensors, so dass er problemlos in den vier Karosserieecken untergebracht werden kann. (Foto: Continental)
  • Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) zeigt in Frankfurt ein farbiges Glasdach mit Solarzellen. (Foto:ISE)
  • Die monokristallinen Siliziumzellen sind versetzt und leicht überlappend und wie Dachziegel in einem Klebeverfahren auf dem Glas positioniert. (Foto:ISE)
  • Mit dem Valeo Voyage setzt sich der Fahrer einen virtuellen Assistenten auf die Rückbank. (Foto: Valeo)
  • Valeo nennt es Cross-Reality (XR) und nutzt dazu die bereits vorhandenen Kameras, Sensoren und das Soundsystem im Fahrzeug. (Foto: Valeo)
  • Die Daten werden über eine 5G-Verbindung an ein Service-Center übertragen. Der Fahrer sieht seinen Avatar im Rückspiegel. (Foto: Valeo)
Mit dem Valeo Voyage setzt sich der Fahrer einen virtuellen Assistenten auf die Rückbank. (Foto: Valeo)

Statt nur einen telefonischen Notruf bei einem medizinischen Notfall abzusetzen, könnte so ein Notfallhelfer einen ersten Eindruck vom Patienten bekommen. Weiter gedacht könnte der Assistent aus der Ferne die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen, falls der Fahrer bewusstlos wird.
Für den Alltag denkt Valeo mehr an praktische Assistenzfunktionen. Der Helfer auf der Rückbank könnte als Fremdenführer auf Reisen etwas über die Umgebung erzählen. Oder er agiert in fremden Städten als erweitertes Navigationssystem.

Was verbraucht mein Auto tatsächlich?

Bereits verfügbar und mit viel praktischem Nutzen ist eine App des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) aus Kaiserslautern. Leider wird die Kraftstoff-App VMC RDE zunächst nur für Android angeboten. Die Software liefert realistische Verbrauchswerte für Pkw, egal mit welcher Antriebsart. "Die Normwerte der Hersteller berücksichtigen weder Fahrstil noch Streckenprofile", sagt Dr. Sascha Feth vom Fraunhofer ITWM. Die Forscher haben die Daten zunächst mit Nutzfahrzeugen für Speditionen, Flottenbetreiber und Autohäuser zusammengestellt. Jetzt öffnen sie die Zusammenstellung auch für private Fahrer sämtlicher Pkw-Marken.

Natürlich liefern die WLTP-Verbrauchswerte die anfängliche Grundlage. Doch in der App kann man seinen Fahrstil (z.B. sportlich) sowie den verbrauchsintensiven Anteil von Stadtfahrten auf seinen täglichen Routen präzise angeben. Zudem berücksichtigt die App bei der Routenauswertung dreidimensionales Kartenmaterial. Steigungen erhöhen den Kraftstoffverbrauch. Das Ergebnis sind realistische Verbrauchs- und damit auch Kostenübersichten. Eine praktische Hilfe bei der Entscheidung für das nächste Auto.

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 Innovationen auf der IAA: Vom Abbiegeassistenten bis zum Solarglasdach
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Arystus 30. Sep 2019

carlo2, ChrisE, Mechwarrior, Vielen Dank für die Antworten.

floxiii 27. Sep 2019

Den Assi solltest du beim nächsten Mal zu Fuß gehen lassen.

Anonymouse 18. Sep 2019

Da hast du aber ein sehr merkwürdiges Gefühl.

mxcd 18. Sep 2019

Ich habe ehrlich Schwierigkeiten, zu verstehen, wozu mir ein virtueller Hampel im...

ChrisE 18. Sep 2019

Wozu überhaupt eine App? Gut, da wird jemand eine Studien-/Bachelor-/Master-/Doktorarbeit...


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