Innovation: Physiker entwickeln günstiges 3D-gedrucktes Mikroskop

Eine schottische Forschungsgruppe der Universitäten Strathclyde und Glasgow hat ein 3D-Druckverfahren für ein Mikroskop, einschließlich der Linse, entwickelt und ihre Arbeit auf dem Preprint-Server biorxiv veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) .
Das Mikroskop hat eine Auflösung, die stark genug ist, um einzelne Blutzellen in Testproben zu erkennen. Hochauflösende Mikroskope können für einige Studenten und Wissenschaftler aufgrund des Kostenfaktors unbezahlbar sein. Das neue Mikroskop kann jedoch für weniger als 60 Euro gedruckt werden - wenn ein 3D-Drucker vorhanden ist.
Kostengünstiges Druckverfahren für Linsen
Die Pläne für die Herstellung der Hauptstruktur des Mikroskops und der dazugehörigen Komponenten sind bereits seit einiger Zeit im Rahmen des Openflexure-Projekts(öffnet im neuen Fenster) verfügbar. Die Herausforderung war die Linsenherstellung im 3D-Druckverfahren. Normalerweise werden die Linsen in hochpräzisen Fabriken produziert, was hohe Kosten verursacht.
Dem Team gelang es, hochwertige Mikroskoplinsen mit einem photopolymerisierenden, klaren Harz auf einem Mars-3-Pro-Drucker zu drucken. Bei der Entwicklung der Spezifikationen für ihre Linsen orientierten sie sich dabei an den Spezifikationen der plan-konvexen Linse von Edmund Optics mit einem Durchmesser von 12,7 mm. Diese haben eine Brennweite von 35 mm.
Bei der Erprobung des Mikroskops fügte das Forscherteam eine handelsübliche Lichtquelle und eine Kamera hinzu, die von einem Raspberry-Pi-Prozessor gesteuert wurde. Der Aufbau soll weniger als drei Stunden in Anspruch nehmen.
Zur Studie
Die Studie wurde am 20. Dezember 2024 auf dem Pre-Print-Server biorxiv veröffentlicht: A fully 3D-printed optical microscope for low-cost histological imaging(öffnet im neuen Fenster) (Ein vollständig 3D-gedrucktes optisches Mikroskop für kostengünstige histologische Bildgebung).



