Innovation: Intel erweitert FPGA-Portfolio
FPGAs werden zur schnellen und flexiblen Datenverarbeitung eingesetzt. Intel stellt neue Modelle im Einsteigerbereich vor und aktualisiert High-End-Chips.
Intel hat die Agilex-FPGA-Serie um neue Produkte erweitert. Insgesamt sollen in diesem Jahr 15 neue Produkte erscheinen, von denen 11 mittlerweile angekündigt wurden. FPGAs schließen eine wichtige Lücke zwischen Prozessoren und Beschleunigern mit einem festen Verwendungszweck und Rohdaten, die erst für die Verarbeitung vorbereitet werden müssen.
Sie werden beispielsweise für die Verarbeitung und Konvertierung von Videodaten, Sensordaten und Netzwerkkommunikation eingesetzt. Ein Vorteil besteht dabei darin, dass die Logik auf einem FPGA per Software definiert wird. Es kann also Software dafür geschrieben werden, die darauf mit Hardwarebeschleunigung ausgeführt wird.
Neu hinzugekommen sind die Agilex-3-FPGAs, die für I/O-Erweiterungen, Systemüberwachung und Sensor-Fusion geeignet sein sollen und auf Platinen mit anderen Komponenten integriert werden können.
Das Agilex-5 E-Series-Early-Access-Programm wird erweitert. Erste Kunden sollen im vierten Quartal 2023 Hardware erhalten, weiteres Sampling soll im ersten Quartal 2024 stattfinden. Die E-Series wird im Intel-7-Node gefertigt und soll 1,6-fache Performance pro Watt gegenüber bisherigen 16-nm-FPGAs dieser Kategorie erreichen. Sie enthalten außerdem eine KI-Tensor-Einheit, die bisher nur in den High-End-FPGAs vorhanden war, können Durchsatzraten von bis zu 28 GBit/s verarbeiten und enthalten ein Arm-Soc als Basis.
High-End-FPGAs können PCI-Express und CXL-Daten verarbeiten
Die Intel Agilex-7 werden deutlich beschleunigt. Sie enthalten einen R-Tile für PCI-Express-Anbindungen bis zu PCI-Express-5.0 und CXL 2.0. Laut Intel bieten die Agilex-7 damit die doppelte PCIe-Durchsatzrate und die vierfache CXL-Durchsatzrate im Vergleich zu Konkurrenzprodukten. Die High-End-FPGAs können damit zur Laufzeit Daten mit voller PCIe-Geschwindigkeit verarbeiten.
Entwickler haben ab jetzt vollen Zugriff auf den Open-FPGA-Stack(OFS)-Hardware- und -Software-Code sowie die Dokumentation für die Entwicklung der Plattform und Anwendungen dafür. OFS unterstützt sowohl Intel Agilex als auch Intel Stratix 10 FPGAs.
Intel stellt darüber hinaus den Nios-V-Compact-Microcontroller vor. Dabei handelt es sich um einen offenen, Soft-Core-IP basierten Chip mit Risc-V-Architektur. Der Chip eignet sich für Geräte, die von Intels Quartus-Prime-Pro-Software unterstützt werden. Mit der Software wird programmierbare Logik für FPGAs entwickelt.