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Inno3D P104-100: Hybrid aus GTX 1070 und GTX 1080 berechnet Kryptowährungen

Die P104-100 ist eine Grafikkarte ohne HDMI und Displayport, sondern mit übertaktetem Speicher. Sie soll damit möglichst schnell Kryptowährungen wie Ethereum schürfen können. Das Produkt gibt sich wie eine Mischung aus Geforce GTX 1070 und GTX 1080 - mit wenigen CUDA-Kernen aber GDDR5X-Speicher.

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Inno3D P104-100: Hybrid aus GTX 1070 und GTX 1080 berechnet Kryptowährungen
(Bild: Inno3d)

Der Hardwarehersteller Inno3d hat eine ungewöhnliche Grafikkarte in sein Sortiment aufgenommen, die speziell für das Schürfen von Kryptowährungen ausgelegt sein soll. Die Karte bezeichnet der Hersteller als Nvidia P104-100. Sie liest sich auf dem Papier wie eine Mischung aus den Grafikkarten Nvidia Geforce GTX 1080 und GTX 1070 - beides Vertreter mit Pascal-Architektur.

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Die Karte hat keine physischen Displayausgänge und kann damit in die speziellen geschlossenen Mining-Maschinen des Herstellers eingesetzt werden. Inno3d verkauft die P104-100 auch im Komplettsystem mit eigener Stromversorgung und Luftkühlung, das neun Karten parallel betreibt.

  • Inno3d P104-100 (Bild: Inno3d)
  • Inno3d P104-100 (Bild: Inno3d)
Inno3d P104-100 (Bild: Inno3d)

Ungewöhnlich ist der verwendete Videospeicher der P104-100. Inno3d gibt 8 GByte GDDR5X-Speicher an. Allerdings werden nur 4 GByte davon genutzt. Laut Inno3d geschieht dies, um die Berechnung von Hashes zu beschleunigen - möglicherweise werden Speicherzugriffe parallelisiert, weil Daten sich auf die zwei 4-GByte-Speicherhälften aufteilen.

Den GDDR5X-Speicherstandard nutzen auch Nvidias Geforce GTX 1080 und 1080 Ti. Die Speicherbandbreite ähnelt der GTX 1080 mit 320 GByte/s. Das wird durch die Übertaktung des Speicherchips von 10 GBit/s auf 11 GBit/s erreicht. Die Karte unterstützt nur PCIex4 statt x16 und ist daher eher in höherer Stückzahl auf einem Mainboard sinnvoll.

Der Standardtakt ist mit 1.607 MHz angegeben und gleicht damit der GTX 1070 Ti und GTX 1080. Allerdings sind auf der Karte nur 1.920 CUDA-Kerne aktiviert. Das entspricht der Anzahl der Einheiten auf einer Geforce GTX 1070. Eventuell nutzt Inno3d Nvidia-Karten mit kleinen Herstellungsmängeln, die den Standards einer vollwertigen GTX 1080 nicht genügen und verkauft sie als Mining-Modell.

Hohe theoretische Hashraten bei Ethereum, Zcash und Monero

Inno3d gibt relativ hohe Hashraten für die GP104-100 an. Der Durchsatz für die nach Bitcoin am weitesten verbreitete Kryptowährung Ethereum beträgt 35 Megahashes pro Sekunde. In mehreren Tests, etwa auf dem Onlineportal Legitreviews zeigen Standard-Vega-64-Grafikkarten von AMD Ethereum-Hashraten von etwa 32,5 MH/s.

Allerdings scheint es ein Problem mit GDDR5X-Speicher beim Schürfen von Ethereum zu geben, sodass eine GTX 1080 langsamer ist als eine GTX 1070 mit herkömmlichen GDDR5-Speicher. Das dürfte auch auf Inno3ds GP104-100 und dessen Durchsatz zutreffen.

Der Hersteller gibt Hashraten auch für zwei weitere Kryptowährungen an: Sie sollen bis zu 470 Solutions pro Sekunde bei Zcash und 660 Hashes pro Sekunde bei Monero berechnen können. Den Leistungsbedarf gibt Inno3d dabei mit 180 Watt an, die über 8 ATX-Pins geleitet werden.

Informationen zum Preis und der Verfügbarkeit will der Hersteller Ende Dezember bekanntgeben. Der Preis einer herkömmlichen Geforce GTX 1080 liegt derzeit bei etwa 550 Euro. Spezialisierte Hardware wie die P104-100 könnte etwas teurer werden.

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quineloe 15. Dez 2017

Warum hat ein Bitcoin eigentlich einen Wert von fast 18.000$ ? Weil das jemand bezahlt...

Dwalinn 15. Dez 2017

Brauchte die Menschheit als ganzes jemals Rettung?

TC 14. Dez 2017

Nur jetzt kriegt man nicht ein mal Midrange-Karten (RX570-580, 1060-1070) zu normalen...

viribusunitis 14. Dez 2017

"Den GDDR5X-Speicherstandard nutzen auch Nvidias Geforce GTX 1080 und 1070 Ti." Die 1070...

ArcherV 14. Dez 2017

Kommt auf den Coin an. Beim plotten für Burstcoins sehen die Karten von AMD kein Land...


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