Abo
  • Services:

Inno3D: Autarker Kryptominer mit acht GPUs fürs 19-Zoll-Rack

Nach den Grafikkarten kommen die Racklösungen: In Hannover zeigt Inno3D ein durchdachtes System für acht Spezialversionen der Geforce GTX 1080 Ti zum Minen von Bitcoin, Ethereum und Co. Der Steuer-PC sitzt auf einer Custom Blade, das 2.500-Watt-Netzteil ist schon integriert.

Artikel veröffentlicht am ,
Acht GPUs, Strom und PC auf vier Höheneinheiten
Acht GPUs, Strom und PC auf vier Höheneinheiten (Bild: Nico Ernst)

Unter dem wunderbar eingängigen Namen MC3865-8-102-RM zeigt das Unternehmen Inno3D aus Hongkong ein System zum Schürfen von Kryptowährungen. Die sind zwar derzeit weit von ihren Höchstständen im Dezember 2017 entfernt, für professionelle Miner an Standorten mit billigem Strom sind solche Lösungen aber immer noch interessant.

Stellenmarkt
  1. Continental AG, Wolfsburg, Frankfurt am Main
  2. Endress+Hauser SE+Co. KG, Maulburg

Statt der häufig gesehenen Bastellösungen mit zum Beispiel an Schienen aufgehängten und nicht gesteckten Gaming-Grafikkarten ist der Inno-Miner für 19-Zoll-Racks in Rechenzentren vorgesehen. Dort belegt er vier Höheneinheiten und bei Vollausbau über 2.000 Watt - und sonst nichts. Der Host-PC mit einem Celeron 3865U (Kaby Lake, 2+2 Kerne bei 1,8 GHz) sowie 4 GByte RAM als SO-DIMM befindet sich auf einer eigenen PCIe-Karte, die ihren Bus über die Backplane an die GPUs führt. Eine M.2-SSD mit Sata-Interface und 64 GByte Kapazität dient als Massenspeicher. Theoretisch könnte so jede Grafikkarte über die PCIe-x4-Slots angesteuert werden, die Slots haben aber nur ganz exakt die doppelte Breite - viele Gaming-Grafikkarten sind heute breiter. Daher bietet Inno3D den Rackeinschub auch vorerst nur in Verbindung mit seinen eigenen Mining-Karten vom Typ P102-100 an.

  • Der Miner fürs Rack: Vorne drei ungeregelte Lüfter ... (Foto: Nico Ernst)
  • …hinten links die PC-Anschlüsse, rechts die Lüfter des Netzteils (Foto: Nico Ernst)
  • Das Mining-Maskottchen von Inno3D (Foto: Nico Ernst)
  • Die PC-Blade mit Kaby Lake Celeron, 4 GByte RAM und M2-SSD (Foto: Nico Ernst)
Die PC-Blade mit Kaby Lake Celeron, 4 GByte RAM und M2-SSD (Foto: Nico Ernst)

Wie schon bei einer früheren Version mit Vega sind GPU und Platine bei der P102 ans Mining angepasst. So gibt es keinen Displayanschluss und statt den für eine Geforce GTX 1080 Ti - auf dieser sitzt ebenfalls eine GP102-GPU, das ist Nvidias Modellnummer - üblichen 11 GByte GDDR5X nur 5 GByte. Das bedingt einen von 352 auf 320 Bit verschmälerten Bus, der nur noch 400 GByte Durchsatz pro Sekunde erreicht. Laut Inno3D soll das aber für das Mining insbesondere von Ethereum voll ausreichen, über 47 Megahashes pro Sekunde sollen sich erzielen lassen - das wäre ein sehr guter Wert. Ob und wenn ja, wie dafür am Speichertakt gedreht wurde, wollte das Unternehmen nicht verraten. An der GPU kann die Leistungssteigerung kaum liegen, denn die ist von 3.584 auf 3.200 Rechenwerke abgespeckt, taktet mit 1.582 MHz aber rund sechs Prozent höher als Nvidias Referenzwert.

Die P102-Karten verfügen über je zwei Lüfter, die Hauptlast der Wärmeabfuhr tragen aber drei 140-Millimeter-Rotoren in der Front, die Luft ins Gehäuse drücken. Dem Hersteller zufolge ist das so laut - die Drehzahl fand sich nicht auf den Lüftern -, dass sich der Einsatz wirklich nur fürs Rechenzentrum eignet. Zu Hause empfehlen sich solche System nur in gut schallisolierten und dennoch belüfteten Räumen. Auch die beiden 60-Millimeter-Lüfter des schmalen Netzteils dürften Schwerstarbeit leisten und dabei regelrecht pfeifen.

Ausprobieren ließ sich das nicht, auch wenn wir immerhin die PC-Blade ausbauen durfte. Für einen Kurztest fehlten die GPU-Karten, sie sind noch nicht lieferbar. Inno3D zufolge hat die Produktion in Hongkong aber bereits begonnen, drei Wochen nach der Cebit sollen GPUs und Rackeinheit lieferbar sein. Der Preis für ein Komplettsystem mit acht P102 soll rund 6.500 Euro plus Steuern betragen. Acht 1080Ti in der üblichen Gaming-Ausführung kosten derzeit günstigstenfalls in Deutschland ebenfalls rund 6.500 Euro - nur inklusive Mehrwertsteuer. Damit bleibt bei 7.735 Euro für das Gesamtsystem mit Steuer ein Aufpreis von 1.235 Euro für Netzteil, Gehäuse, PC-Blade, Backplane und Lüfter.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  3. (Prime Video)

Kerensky-tm- 15. Jun 2018 / Themenstart

Alles Qutasch, ich mach das mit meinem Solartaschenrecher ... ;) Kere

NativesAlter 14. Jun 2018 / Themenstart

Sorry, aber soviel Unfug kann man einfach nicht unkommentiert lassen ... Noch viel zu...

gou-ranga 14. Jun 2018 / Themenstart

Sobald Ethereum auch PoS umgestellt wurde, also Q3 2018.

Neutrinoseuche 14. Jun 2018 / Themenstart

Soweit ich weis wird auf asic ether nicht effizient genug berechnet, da bieten sich eher...

xmaniac 13. Jun 2018 / Themenstart

Das wären teure Bitcoin. Solltet ihr eigentlich wissen!

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden
  2. Landspace Chinesisches Raumfahrtunternehmen kündigt Raketenstart an
  3. Raumfahrt @Astro_Alex musiziert mit Kraftwerk

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /