Abo
  • Services:
Anzeige
BND-Chef Gerhard Schindler im Dezember 2011
BND-Chef Gerhard Schindler im Dezember 2011 (Bild: Tobias Schwarz/Reuters)

Innenausschuss: BND spioniert Kommunikation der afghanischen Regierung aus

BND-Chef Gerhard Schindler im Dezember 2011
BND-Chef Gerhard Schindler im Dezember 2011 (Bild: Tobias Schwarz/Reuters)

Whistleblower haben über eine geheime Sitzung des Bundestags-Innenausschusses gesprochen. Dort äußerte sich BND-Chef Gerhard Schindler über die Praktiken seiner Spione im Ausland.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) spioniert die Kommunikation der gesamten afghanischen Regierung aus. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf Aussagen von Teilnehmern einer geheimen Sitzung des Innenausschusses des Bundestags. BND-Präsident Gerhard Schindler war am 26. Juni 2013 dort und sagte demnach mit Blick auf die jüngsten Geheimdienstskandale Prism und Tempora, der Auslandsnachrichtendienst sammle nicht massenhaft digitale Kommunikationsdaten. Der Geheimdienst greife Informationen nur gezielt ab und suche nach Stichwörtern, aber nicht bei befreundeten Staaten wie den USA oder Großbritannien.

Anzeige

Anders sei das jedoch bei Staaten wie Afghanistan oder Syrien. So observiere der BND die komplette afghanische Regierung auf Geheiß des Bundeskanzleramtes. Das Bundeskanzleramt ist für die Koordinierung der Geheimdienste zuständig.

Hans-Georg Wieck (85), ehemaliger Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), hatte nach den Enthüllungen zu Prism und Tempora Gemeinsamkeiten der Geheimdienste in Großbritannien, den USA und Deutschland betont. "Der BND arbeitet ähnlich", sagte er im Interview mit dem Sender Phoenix.

Wenn es sich um Verknüpfungen im Ausland handele, sagte Wieck, könnten etwa die britischen Spione aufgrund einer Genehmigung "die Verkehre außerhalb des Landes abfangen. Das ist dann die Wahrnehmung von Informationssammlung im Ausland. Und das gilt auch für den BND." Im Ausland sei es "gleichsam wie auf hoher See. Jeder hat das Zugriffsrecht und die Zugriffsmöglichkeit."

Im Mai 2009 hatte der damalige BND-Vizechef Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven vor den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) eingeräumt, mit dem Bundestrojaner Computer im Ausland attackiert zu haben. In den vergangenen Jahren sei in mindestens 90 Fällen im Ausland mit der Govware operiert worden. Einsatzgebiete waren Staaten wie Kongo und Afghanistan.

Angegriffen wurden politische Institutionen, Behörden und Unternehmen in den souveränen Staaten, sagte der stellvertretende BND-Chef. Zehn Prozent der Hackerangriffe richteten sich gegen Rechner von Einzelpersonen. In mindestens 2.500 Fällen habe der Geheimdienst E-Mail-Konten ausspioniert.


eye home zur Startseite
Alex2908 30. Jun 2013

Mir war schon immer klar,dass unsere demokratie in diesen Land einen Menschen keine...

Bouncy 30. Jun 2013

Nein

Sammie 30. Jun 2013

Habt ihr gehört - die Piraterie wird legitimiert. ^^

Rulf 30. Jun 2013

wieso sollte israel einmarschieren wollen?...die kriegen doch überfluggenehmigungen nach...

cry88 29. Jun 2013

Das liegt am Geldmangel. Die ham nur genug um ca 5% des Auslandverkehrs zu überwachen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, München
  2. Online Verlag GmbH Freiburg, Freiburg
  3. Max Weishaupt GmbH, Schwendi
  4. GoDaddy, Ismaning


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 5 Blu-rays für 25€)

Folgen Sie uns
       


  1. US-Gerichtsurteil

    Einbetten von Tweets kann Urheberrecht verletzen

  2. Anklage in USA erhoben

    So sollen russische Trollfabriken Trump unterstützt haben

  3. Gerichtsurteil

    Facebook drohen in Belgien bis zu 100 Millionen Euro Strafe

  4. Microsoft

    Windows on ARM ist inkompatibel zu 64-Bit-Programmen

  5. Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken

  6. Europa-SPD

    Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert

  7. Carbon Copy Cloner

    APFS-Unterstützung wird wegen Datenverlustgefahr beschränkt

  8. Die Woche im Video

    Spezialeffekte und Spoiler

  9. Virtual RAN

    Telekom und Partner bauen Edge-Computing-Testnetz

  10. Basemental

    Mod erweitert Die Sims 4 um Drogen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hightech im Haushalt: Der Bügel-Battle fällt leider aus
Hightech im Haushalt
Der Bügel-Battle fällt leider aus
  1. Smart Home Hardwareteams von Nest und Google werden zusammengeführt
  2. Lingufino Sprachgesteuerter Kobold kuschelt auch mit Datenschützern
  3. Apple Homepod soll ab Frühjahr 2018 in Deutschland erhältlich sein

Kingdom Come Deliverance im Test: Mittelalter, Speicherschnaps und klirrende Klingen
Kingdom Come Deliverance im Test
Mittelalter, Speicherschnaps und klirrende Klingen
  1. Kingdom Come Deliverance Von unendlich viel Rettungsschnaps und dem Ninja-Ritter
  2. Kingdom Come Deliverance Auf der Xbox One X wird das Mittelalter am schönsten
  3. Kingdom Come Deliverance angespielt Und täglich grüßt das Mittelalter

Chargery: 150 Kilo Watt auf drei Rädern
Chargery
150 Kilo Watt auf drei Rädern
  1. Elektromobilität China subventioniert Elektroautos mit großer Reichweite
  2. Elektromobilität Dyson entwickelt drei Elektroautos
  3. Elektromobilität SPD will höhere Kaufprämie für Elektro-Taxis und Lieferwagen

  1. Re: Die Mil. Fonds sollte man eher in das marode...

    emdotjay | 21:19

  2. Re: ++

    lear | 21:19

  3. Re: Wasserstoff ist genau wie die SPD...

    thinksimple | 21:16

  4. Re: Hatte Hillary nicht mehr Stimmen bekommen?

    robinx999 | 21:15

  5. Re: experte wofür?

    elknipso | 20:59


  1. 16:50

  2. 14:55

  3. 11:55

  4. 19:40

  5. 14:41

  6. 13:45

  7. 13:27

  8. 09:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel