Inmotion: Rennwagenakku soll in vier Minuten geladen sein
Entwickelt wurde er für den Rennsport, aber dieser Akku wird hoffentlich auch bald für Elektroautos auf der Straße verfügbar sein. Der Stromspeicher von Inmotion lädt in wenigen Minuten Strom für 250 Kilometer Reichweite.
Der Akku, den Inmotion(öffnet im neuen Fenster) entwickelte, ein Team der Technischen Universität von Eindhoven in den Niederlanden, hat eine Kapazität von 29,2 kWh. Damit kommt der Rennwagen, ein Le-Mans-Prototyp 3 (LMP3), rund 250 Kilometer weit. Geladen wird er mit einer Leistung von 322 Kilowatt. Voll geladen ist er in 3 Minuten und 56 Sekunden.
Beim Laden mit hoher Leistung wird Wärme erzeugt, was die Akkuzellen belastet. Dadurch bauen diese ab. Der Akku von Inmotion baute jedoch bei einem 24-stündigen Test, den das Team mit dem LMP3-Renner durchführte, kaum ab.
Auf die Kühlung kommt es an
Grund sei das Kühlsystem, sagte Teamleiterin Julia Niemeijer(öffnet im neuen Fenster) . Inmotion habe eine Methode entwickelt, die eine Kühlung auf Zellebene ermöglicht. Dabei fließe das Kühlmittel zwischen den einzelnen Zellen.
"Das bedeutet, dass wir dem Akku noch mehr Wärme entziehen können" , sagte Niemeijer. Das wirke sich sehr positiv auf die Lebensdauer aus. "Ein 24-Stunden-Test hat gezeigt, dass das Akkupaket dadurch nur minimal geschädigt wird."
Da eine Kühlung auf Zellebene nicht üblich ist, musste das Team eigene Akkumodule entwickeln. Das Kühlsystem umzusetzen sei schwierig gewesen, da zwischen den Zellen nur wenige Millimeter Platz seien, beschreibt Niemeijer. "Das erforderte von uns eine äußerst präzise Arbeit. Wir sind begeistert, dass wir eine Methode gefunden haben, die das ermöglicht."
Die Ladezeit zu verkürzen ist wichtig, um Elektroautos attraktiver zu machen. Inmotion will mit seiner Entwicklung zeigen, dass das Laden eines Elektroautos nur unwesentlich länger dauern kann, als ein Verbrennerauto zu betanken.
Den Akku will das Team im kommenden Jahr ausgiebig auf der Rennstrecke testen. Es träumt davon, ihn beim prestigeträchtigsten Langstreckenrennen, den 24 Stunden von Le Mans, einzusetzen.
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