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Inkognito-Modus: Sammelklage gegen Googles Datensammeln angestrebt

Der Inkognito-Modus in Browsern bietet nur wenig Schutz für die Privatsphäre. Das hält Betroffene in den USA nicht von einer Sammelklage gegen Google ab.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Keine Illusion von Privatsphäre: Startseite des Inkognito-Modus bei Chrome
Keine Illusion von Privatsphäre: Startseite des Inkognito-Modus bei Chrome (Bild: Screenshot: Golem.de)

Eine Gruppe von US-Verbrauchern wirft Google in einer potenziellen Sammelklage vor, ohne Erlaubnis Daten über ihr Verhalten im Netz zu sammeln. Bisher sind es nur drei Kläger, die jeweils mindestens 5.000 Dollar erstreiten wollen. Die Anwaltskanzlei, die sie vertritt, geht aber von Millionen Betroffenen aus - was in einer Sammelklage auf eine Milliarden-Forderung hinauslaufen könnte. Ein Google-Sprecher wies die Vorwürfe umgehend zurück.

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In der am Dienstag in Kalifornien eingereichten 37-seitigen Klageschrift (PDF) geht es um den Auswertungsdienst Google Analytics, die Anzeigenplattform Google Ad Manager und weitere Tools wie das Single Sign-on über Google. Die Kläger argumentieren, dass der Internet-Konzern damit permanent Daten sammele, ohne dass ein Nutzer etwas dagegen unternehmen könne. Da 70 Prozent der Webseiten Google Analytics nutzten, könne man diesem Tool kaum entgehen. Das passiere auch beim Surfen im sogenannten Inkognito-Modus von Googles Chrome-Browser, bei dem Google weitreichende Privatsphäre verspreche.

Allerdings heißt es auf der Startseite des Inkognito-Modus ausdrücklich: "Ihre Aktivitäten sind eventuell weiterhin sichtbar für: Von Ihnen besuchte Websites, Ihren Arbeitgeber oder Ihre Bildungseinrichtung, Ihren Internetanbieter". Der Inkognito-Modus bedeutet lediglich, dass Browserverlauf, Cookies und Formulardaten der jeweiligen Sitzung nicht gespeichert werden. Auf einer verlinkten Hilfeseite heißt es zudem: "Der Inkognitomodus verhindert auch nicht, dass Drittanbieter Cookies verwenden." Zudem könnten die besuchten Websites möglicherweise Werbung auf Grundlage der Aktivitäten während der Inkognitositzung schalten. "Nachdem Sie alle Inkognitofenster geschlossen haben, können diese Websites allerdings keine Werbung mehr auf Grundlage der Aktivitäten schalten, die während dieser geschlossenen Sitzung und ohne Anmeldung stattgefunden haben", schreibt Google weiter.

Auf die Einschränkungen des Inkognitomodus verwies auch ein Google-Sprecher am Mittwoch. Sein Unternehmen widerspreche den Vorwürfen und werde sich vehement gegen die Klage verteidigen, betonte er.

Als potenzielle Teilnehmer der Sammelklage werden Nutzer von Android-Smartphones oder Inhaber eines Google-Accounts in den USA gesehen, die seit dem 1. Juni 2016 eine Website mit Google Analytics oder dem Ad Manager im Inkognito-Modus angesteuert haben. Für die Berechnung des Werts der Daten wurde unter anderem eine Studie herangezogen sowie die Beträge, die Test-Nutzern für die Offenlegung ihrer Informationen gezahlt würden.

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chefin 04. Jun 2020 / Themenstart

Inkognito heist ja "unbekannt". Aber das stimmt nicht, man ist nur lokal auf dem eigenen...

chefin 04. Jun 2020 / Themenstart

Es geht nicht um den Browser sondern ums Datensammeln. Mozilla betreibt keine Adware...

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