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Inklusive Aktienoption: Meta investiert 100 Milliarden US-Dollar in AMD

Durch eine zwischen Meta und AMD getroffene Vereinbarung könnte der Softwarekonzern Anteile von zehn Prozent am Chiphersteller erhalten.
/ Mike Faust
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AMD-CEO Lisa Su möchte Meta an die Produkte ihres Unternehmens binden. (Bild: EYEPRESS via Reuters Connect)
AMD-CEO Lisa Su möchte Meta an die Produkte ihres Unternehmens binden. Bild: EYEPRESS via Reuters Connect

Meta hat mit AMD eine Vereinbarung über die Abnahme von Chips getroffen, die 6 Gigawatt KI-Rechenleistung erzeugen können. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hat die Vereinbarung einen Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar und könnte dazu führen, dass Meta bis zu 10 Prozent der AMD-Aktien erhält.

Die Absprache sieht vor, dass Meta ausreichend Chips von AMDs MI450-Serie erwirbt, um innerhalb der kommenden fünf Jahre Rechenzentren mit einem Bedarf von bis zu 6 Gigawatt zu versorgen, schreibt das WSJ. Der Bedarf für das erste Gigawatt soll von Meta noch in diesem Jahr geschaffen werden.

Im Gegenzug stimmte AMD zu, Meta Optionsscheine zum Kauf von bis zu 160 Millionen AMD-Aktien zu einem Preis von je 0,01 US-Dollar zu gewähren, sofern die vorgegebenen Ziele erreicht werden. Die vollständige Zuteilung der Aktien ist an den Anstieg des Kurses geknüpft, wonach Meta die letzte Tranche erst erhalten soll, wenn die AMD-Aktie einen Wert von 600 US-Dollar erreicht hat.

Meta soll an AMD-Produkte gebunden werden

Laut WSJ erklärte Lisa Su, CEO von AMD, dass man mit der Vereinbarung Konkurrenten wie Nvidia entgegentreten wolle und man versuche, große Kunden wie Meta so lange wie möglich an AMD-Produkte zu binden. "Meta hat viele Optionen" , sagte Su und ergänzte: "Ich möchte sicherstellen, dass wir immer eine feste Größe sind, wenn sie überlegen, was sie als Nächstes benötigen."

Die zwischen Meta und AMD getroffene Vereinbarung enthält nahezu identische Vereinbarungen, wie sie auch zwischen AMD und OpenAI im Oktober 2025 getroffen wurden. Beide Geschäfte sind Beispiele für Kreislauffinanzierungen und werden bei Nvidia kritisiert . Laut WSJ belohnen Investoren Chiphersteller allerdings für jeden großen Auftrag, unabhängig davon, ob es sich um ein solches Geschäft handelt oder nicht.

Um den massiven Ausbau seiner Rechenzentren und Energiekapazitäten zu steuern, gründete Meta im Januar 2026 Meta Compute . Der Konzern sicherte sich zudem langfristige Verträge mit US-Energie- und Nuklearfirmen und will bis 2035 bis zu 6,6 Gigawatt Atomstrom nutzen .


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