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Inklusion: Trump fordert Stopp von Apples Personalpolitik

Apples Aktionäre wollen die inklusive Firmenpolitik nicht aufgeben. US-Präsident Trump gefällt das gar nicht.
/ Friedhelm Greis
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Apple-Chef Tim Cook knickt bislang noch nicht vor Donald Trump ein. (Bild: Shawn Thew/Pool via Reuters)
Apple-Chef Tim Cook knickt bislang noch nicht vor Donald Trump ein. Bild: Shawn Thew/Pool via Reuters

US-Präsident Donald Trump mischt sich direkt in die Personalpolitik des US-Computerkonzerns Apple ein. Nachdem auf der Aktionärsversammlung der Versuch gescheitert war, die inklusive Firmenpolitik (Diversity, Equity und Inclusion, DEI) des Unternehmens einzustellen, schrieb Trump auf seinem Dienst Truth Social(öffnet im neuen Fenster) : "Apple sollte die DEI-Vorgaben abschaffen, anstatt sie anzupassen. DEI war ein Schwindel, der für unser Land sehr schlecht war. DEI ist vorbei!!!"

Der Vorschlag zum Verzicht auf DEI war vom konservativen National Center for Public Policy Research eingereicht worden. Dieses erklärte, dass Apple durch DEI-Initiativen ein erhöhtes Risiko für Rechtsstreitigkeiten sowie Reputations- und finanzielle Schäden entstehe und damit auch die finanziellen Risiken für die Aktionäre stiegen.

Apple forderte seine Aktionäre hingegen auf , gegen diesen Vorschlag zu stimmen, und ließ verlauten: "Bei Apple glauben wir, dass unser Verhalten für den Erfolg von Apple genauso wichtig ist wie die Herstellung der besten Produkte der Welt."

Cook erwartet gesetzliche Änderungen

In einer Fragerunde auf der Aktionärsversammlung räumte Apple-Chef Tim Cook jedoch ein, dass es zu Änderungen kommen könne. "Da sich die Rechtslage in diesem Bereich weiterentwickelt, müssen wir vielleicht einige Änderungen vornehmen, um den Anforderungen gerecht zu werden, aber unser Leitstern von Würde und Respekt für jeden und unsere Arbeit für dieses Ziel werden niemals ins Wanken geraten" , sagte Cook nach Angaben der BBC(öffnet im neuen Fenster) .

Cook wies demnach darauf hin, dass Apple keine "Quoten" für die Einstellung von Mitarbeitern anwende. Die Stärke des Unternehmens liege in einer Kultur, in der "Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven zusammenkommen" .

Nur kurz zuvor hatte sich Trump noch lobend über Apples Ankündigung geäußert, 500 Milliarden US-Dollar in den USA zu investieren . Der Grund für die Pläne sei "der Glaube, an das, was wir tun, ohne den sie keine 10 Cent investierten" , schrieb Trump(öffnet im neuen Fenster) .


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