Initiative SOS: Telefónica soll "Diebstahl der Kulturfrequenzen" absagen

Die Konzertveranstalter begrüßen eine Aussage von von Telefónica und hoffen, dass sie ihre Frequenzen behalten können.

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Funkmikrofone
Funkmikrofone (Bild: Bundesinnenministerium)

Die Ankündigung von Telefónica-Chef Markus Haas, zusammen mit den anderen Netzbetreibern alle Funklöcher zu schließen, sei eine Absage an weitere Frequenzen. Das sagte der Sprecher der Initiative SOS (Save Our Spectrum), Jochen Zenthöfer, in der Veranstalter und Künstler zusammengeschlossen sind.

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"Als Vertreter der Kultur- und Kreativwirtschaft haben wir immer gesagt, dass die Mobilfunkanbieter keine neue Frequenzen brauchen. Das Coverage-Problem, erkennbar an den Funklöchern, wird nun bis 2024 ohne den Diebstahl der Kulturfrequenzen gelöst. Eine großartige Nachricht", erklärte Zenthöfer.

Das Capacity-Problem ist nach seiner Ansicht durch die Abschaltung von 3G entschärft und könne durch den Einsatz von Massive-MIMO-Antennenarrays gelöst werden. Zenthöfer fordert die Bundesregierung aufgrund der aktuellen Entwicklung auf, bei der Weltfunkkonferenz 2023 für einen Erhalt der TV-UHF-Frequenzen für Mikrofone, Kultur und terrestrisches Fernsehen zu kämpfen.

Der Bereich ist primär DVB-T2 zugeordnet, dort arbeiten aber auch die Kulturfrequenzen oder PMSE (Programme Making and Special Events) der Veranstaltungstechnik mit drahtlosen Mikrofonen und In-Ear-Monitors. 470 bis 694 MHz wird durch Rundfunk (DVB-T2), PMSE und lokal durch Windprofiler (DWD) sowie Radioastronomie (Effelsberg) genutzt.

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PMSE nutzt das gesamte Band auf Free-Tuning-Basis, das heißt, es werden zuvor die lokal nicht genutzten Frequenzen identifiziert und dann das Equipment auf diese Frequenzen eingestellt. Die Hersteller haben dafür bereits in der Vergangenheit Softwarelösungen angeboten.

Mobilfunkbetreiber sollen Verzicht auf TV-UHF-Frequenzen festschreiben

Zenthöfer fordert die Mobilfunkbetreiber auf, ihren Verzicht auf die TV-UHF-Frequenzen öffentlich zu erklären und die Position auch bei der deutschen Vorbereitungsgruppe zur Weltfunkkonferenz 2023 schriftlich zu hinterlegen. Das bringe der deutschen Kreativwirtschaft endlich Planungssicherheit.

Die Mobilfunkbranche erhebt Anspruch auf den Bereich und bezeichnet ihn als Digitale Dividende III. Haas hatte im September 2018 die Diskussion um eine Digitale Dividende III angestoßen und gefordert, die Frequenzen im langwelligen Bereich unterhalb von 700 Megahertz müssten weltweit harmonisiert und für den Gebrauch durch die Veranstalter bestimmt werden. "Wenn wir in Deutschland die gesamte Fläche abdecken wollen, werden wir in den kommenden Jahren noch mehr Spektrum brauchen", sagte Haas damals.

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