Initial Coin Offerings verboten: China geht gegen Kryptowährungsbetrüger vor

Die chinesische Zentralbank (中国人民银行) hat Medienberichten zufolge(öffnet im neuen Fenster) sogenannte Initial Coin Offerings (ICO) verboten(öffnet im neuen Fenster) . Auch bereits abgewickelte Zahlungen sollen zurückerstattet werden. Bereits im Sommer dieses Jahres hatte die Bank vor entsprechenden Investments gewarnt. Der Bitcoin-Kurs fiel unmittelbar nach der Ankündigung um rund 10 Prozent, auch der Ethereum-Kurs brach kurzfristig um 16 Prozent ein.
Bei ICOs werden Token verkauft, die als Grundlage einer neuen Kryptowährung gehandelt werden. In den vergangenen Monaten nutzten auch zahlreiche Betrüger den Hype um Kryptowährungen. Aus diesem Grund sieht die chinesische Zentralbank ICOs als Gefahr für die Finanzstabilität an. Sie untersagte auch die Auszahlung der erworbenen Token in echtem Geld.
Zunehmende Regulierung von Kryptowährungen
Zentralbanken weltweit versuchen, regulatorische Antworten auf die zunehmende Attraktivität von Kryptowährungen zu finden. In Deutschland hatte die Finanzbehörde Bafin den weiteren Vertrieb der Kryptowährung Onecoin untersagt und die Staatsanwaltschaft gegen deren Macher ermittelt.
Neben Investments sollen Bitcoin und andere Kryptowährungen auch zur Terrorfinanzierung und in der organisierten Kriminalität eingesetzt werden. Sichtbares Beispiel sind die Ransomware-Zahlungen, die meist in Bitcoin abgewickelt werden.
Auch die Inkompetenz von Kryptowährungsmachern kann Probleme bereiten. Bei der vorgeschlagenen Kryptowährung Enigma übernahmen Hacker die Server und Mailverteiler der Macher und kündigten einen früheren Start des ICO an. Innerhalb kurzer Zeit erbeuteten sie rund eine halbe Million US-Dollar. Einer der Macher der Währung soll unsichere Passwörter bei zahlreichen Diensten genutzt haben.



