Init-System: Linux Mint verzichtet noch auf Systemd

Das Team von Linux Mint wird Systemd vorerst nicht als Standard integrieren. Zwar arbeiten Debian und Ubuntu bereits daran, Linux Mint soll aber nur langsam folgen. Zuerst soll der Desktop portiert werden.

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Linux Mint will sich mit dem Wechsel auf Systemd noch Zeit lassen.
Linux Mint will sich mit dem Wechsel auf Systemd noch Zeit lassen. (Bild: Linux Mint)

In einem längeren Blog-Eintrag schreibt der Gründer von Linux Mint, Clement Lefebvre, dass die Distribution vorerst nicht standardmäßig auf das Init-System Systemd wechseln wird. Damit folgt das Team zumindest vorerst nicht der Entscheidung von Debian, das mit dem kommenden Jessie nach langer Diskussion den Wechsel vom veralteten Sysvinit auf Systemd vollzieht.

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Für die zweite Linux Mint Debian Edition (LMDE), Codename Betsy, stellen die Entwickler von einem Rolling-Release-Modell auf Basis von Debian Testing auf den Stable-Zweig von Debian um. Doch anders als Jessie wird Betsy weiterhin das traditionelle Sysvinit einsetzen. Begründet wird das nur spärlich. Die Zeit bis zu einem tatsächlichen Umstieg solle aber zum Beheben möglicherweise auftretender Fehler bei der Kompatibilität und Integration genutzt werden, schreibt Lefebvre.

Im Gegensatz zu den nur noch wenigen verbliebenen Linux-Distributionen, die Systemd kategorisch ablehnen, plant Linux Mint also ebenfalls einen Wechsel. Nur wird für diesen noch etwas Zeit eingeplant. Eventuell könnte das Ziel mit Linux Mint 18, das auf Ubuntu 16.04 LTS basieren wird und vermutlich im Sommer 2016 erscheint, verwirklicht werden. Dies hängt wohl aber auch entscheidend von den Anstrengungen von Ubuntu ab, das die Grundlage für die Standard-Distribution von Linux Mint bildet.

Ebenso könnte erst mit LMDE 3 auch die zweite Variante der Distribution auf Systemd wechseln. Dem Release-Zyklus von Debian folgend ist damit also wohl nicht vor dem Frühjahr oder Sommer 2017 zu rechnen. Als ersten eigenen Schritt zur Verwendung von Systemd will das Team von Linux Mint den hauseigenen Desktop Cinnamon mit der nächsten stabilen Version auf die Techniken von Systemd portieren. Lefebvre stellt aber eindeutig klar, dass es keine starre Abhängigkeit dazu geben soll. Vielmehr soll Cinnamon auch künftig die alte Technik wie Consolekit verwenden können.

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