Init-System: Aktuelles Upstart für Debian
Das ursprünglich für Ubuntu entwickelte Init-System Upstart(öffnet im neuen Fenster) stand seit Beginn der Entwicklung in verschiedenen Versionen auch für Debian zur Verfügung, jedoch nie als Standard. Nun steht für die instabile Distribution Debian Sid ein aktuelles Paket von Upstart(öffnet im neuen Fenster) bereit.
Um Upstart zu installieren, muss das System aber mit Force-Befehlen regelrecht dazu gezwungen werden. Der neue Maintainer Steve Langsek stellt deshalb dem eigentlichen Befehl apt-get -o DPkg::options= – -force-remove-essential -y – -force-yes install upstart scherzhaft noch echo 'Yes, do as I say!' voran.
In der Ankündigung dankt der Entwickler auch dem Release-Team für die Hilfe, um Upstart auch in Debian-Wheezy unterstützen zu können, wofür einige Änderungen zugelassen werden mussten.
Der Einsatz von Upstart sollte derzeit aber noch nicht für einen spürbaren Geschwindigkeitszuwachs gegenüber dem Standard Sys-V-Init sorgen. Denn dazu müssten programmspezifische Dateien, die sogenannten Jobs, in die einzelnen Pakete eingepflegt werden. Derzeit wird ein Kompatibilitätsmodus verwendet.
Neben Upstart kann in Debian auch Systemd(öffnet im neuen Fenster) statt Sys-V-Init verwendet werden. Auch dazu muss das System überredet werden und die anwendungsspezifischen Dateien, die Unit-Files, beschränken sich auf wenige Pakete.
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