Init 7: Symmetrischer 25-GBit/s-Zugang ist "kein Marketing-Gag"
In der Schweiz bietet der alternative Provider Init 7 Internetzugänge mit symmetrisch 25 GBit/s zum niedrigen Preis von rund 65 CHF (70 Euro) an. Dies sei kein Marketinggag, wie Unternehmenschef Fredy Künzler Golem sagte, sondern werde von den Kunden wirklich nachgefragt.
In der Schweiz dürften laut Wettbewerbsbehörde die Splitter nicht in den "Quartieren sein, stattdessen auf OSI Layer 1 eine durchgängige P2P-Faser bis in die Telefonzentrale(öffnet im neuen Fenster). Wenn ein Provider in der Zentrale Splitter installieren will, darf er das tun".
Init 7 verwende für den Tarif Fiber 7 mit 10 oder 25 Gigabit Ethernet statt XGSPON und sei landesweit verfügbar. Das Unternehmen verfüge aktuell über 424 Fiber7 POPs, vornehmlich in den Zentralen des Incumbents Swisscom.
Datentraffic steigt trotz höherem Preis kaum an
Doch Kundenzahlen gibt Init 7 nicht bekannt, erklärte Golem aber, "dass vor einigen Monaten beim letzten Check 4,4 Prozent aller Fiber-7-Kunden die 25-GBit/s-Variante gekauft hatten. Das ist sicher viel mehr als ein Marketing-Gag, was Marktbegleiter auch schon behauptet hatten."
Die gesamte Kundenbasis, inklusive der Kupferanschlüsse an Orten ohne Glasfaser, laufe zu mehr als 85 Prozent "auf unserer eigenen Infrastruktur. Das heißt wir mieten nur den Layer 1 zu, also die P2P-Faser", erklärte Künzler Golem auf Anfrage.
Der genutzte Datentraffic sei bei 1, 10 oder 25 GBit/s-Zugängen nicht signifikant anders. Der Backbone von Init 7 werde einfach ausreichend dimensioniert und immer wieder mit neuen PNI Peerings erweitert. Die Kunden seien bei der Datennutzung aber deutlich unter der Obergrenze in der Fair Use Policy von 500 Terabyte respektive 1 Petabyte bei Business Anschlüssen im Monat, erklärte er.
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