Wie wird Google das Spiel monetarisieren?

"Wäre ich der Betreiber eines Restaurants, die Mitspieler würden beim Besuch meiner Lokalität extra Punkte oder besondere Gegenstände erhalten", führt Krejcik seine Geschäftsidee aus, der in der virtuellen Welt als @netwatcher bekannt ist. Als Sponsor ist bereits Vodafone aufgesprungen, dessen Verkaufsstellen prominent in der Karte von Ingress angezeigt werden. Weitere zahlungskräftige Partner dürften dem Mobilfunkanbieter schon bald folgen.

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Doch was macht das Unternehmen mit den ganzen Bildern? Manche Spieler vermuten, mit Hilfe der eingereichten Informationen und unzähliger Korrekturen würden die Karten von Google Maps, Google Earth und Google Street View optimiert. Die Mitarbeiter bekommen nicht nur unzählige Fotos inklusive der Beschreibung und die Bewegungsprofile aller Spieler frei Haus geliefert. Das Unternehmen könnte mit diesem modernen Augmented-Reality-Game als Trendsetter fungieren. Als netter Nebeneffekt wird zum eigenen Wohl das soziale Netzwerk Google Plus als Treffpunkt für alle Spieler eingesetzt.

Auf Dauer wird sich zeigen, ob das Spiel dem Unternehmen genug bringen wird. Zweifelsohne werden so mehrere Google-Produkte um eine spielerische Dimension erweitert, die Nutzern ohne zusätzliche Geräte gänzlich verborgen bleibt. Das Phänomen ist aber vielen Teilnehmern bekannt. Auf der Straße werden sie komisch angeschaut, weil sie längere Zeit ohne erkennbare Handlung an einem Ort verweilen. Außenstehende können die Begeisterung für die Eroberung der Weltherrschaft nicht nachvollziehen. Wer es aber einmal ausprobiert hat, den lässt das Spielprinzip so schnell nicht wieder los.

Ich will loslegen, doch wie?

Wer eine umfangreiche Erklärung für Ingress braucht, der sollte sich die Anleitung von Kristian Köhntopp genauer anschauen. Das umfangreiche Dokument wurde mit Unterstützung der Ingress-Community erstellt und wird ständig aktualisiert.

Krejcik sieht Ingress als einen Remix aus Geocaching und einem modernen Revolverhelden. Zudem wurden Aspekte aus Matrix, Star Wars und anderen Science-Fiction-Filmen implementiert. Im Kern soll Ingress aber kein Spiel, sondern ein soziales Netzwerk sein. Zwar kann man auch alleine auf Streifzug gehen, doch das Miteinander steht klar im Vordergrund. Einziger Haken ist, dass man nicht mehr als Level 8 erreichen kann, weswegen schon mehrere Spieler abgesprungen sind.

Niantic Labs wird nach eigener Auskunft mehrere Monate für das nächste große Update benötigen. Auch ist nicht damit zu rechnen, dass das Spiel so bald über den Betastatus hinauskommen wird. Doch wer weiß, vielleicht hat diese Verzögerung auch ihre Vorteile. Möglicherweise hat sich die Polizei in Wien und anderswo bis dahin an die wachsende Zahl an Passanten gewöhnt, die minutenlang scheinbar untätig auf die Displays ihrer Smartphones starren.

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 Ingress: Wenn die Welt zum Spielbrett wird
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Elgareth 25. Okt 2013

;-) Naja, was für Nachärger? Ich lasse mir ja nichts zu schulden kommen, da können die...

thedesx 24. Okt 2013

Habs mir jetzt auch mal für WP geholt. Scheint ganz cool zu sein; Ingress ist ja uns...

RealUlli 23. Okt 2013

Die bei uns am besten funktionierende Methode, den Abriss der eigenen Farm zu verzoegern...

tezmanian 23. Okt 2013

Wir haben unsere Gegend sehr lange grün halten können, durch extreme Aktivität halt...

Derres 23. Okt 2013

Schuss ins eigene Tor :D


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